Abraham wollte für seinen Sohn eine Braut haben. Dafür sandte er seinen Knecht in ein fernes Land. Es gelang diesem Knecht, das Herz von Rebekka zu gewinnen. Er brachte sie daraufhin zu Isaak, den sie vorher noch nie gesehen hatte.

Gott, der Vater, hat, nachdem sein Sohn am Kreuz gestorben und dann auferstanden ist (wovon 1. Mose 22 redet), den Geist auf diese Erde gesandt, um eine Braut für Christus zu gewinnen. Diese Braut ist die Versammlung (Gemeinde).

Jeder wahre Gläubige gehört dazu und kann sich von dieser Geschichte beeindrucken lassen. Wir steigen in 1. Mose 24 ein und schauen uns einige Parallelen an:

  • Der Knecht Abrahmas traf Rebekka am Brunnen (1. Mo 24,16). Das zeigt im Bild eine Sünderin, die Durst nach Leben hat (vgl. Joh 4).

  • Der Knecht Abrahams gab Rebekka silberne Geschmeide, goldenen Schmuck und Kleidung (1. Mo 24,22). Das spricht von Erlösung, Herrlichkeit und Gerechtigkeit. Das alles finden wir in Christus. Siehe dazu Römer 3,31–26.

  • Rebekka war beeindruckt von der Herrlichkeit Isaaks (1. Mo 24,28). Wir werden uns nur auf den Weg des Glaubens machen, wenn wir etwas von der Herrlichkeit Christi erkannt haben.

  • Rebekka traf eine persönliche und freiwillige Entscheidung, zu Isaak zu gehen (1. Mo 24,58). Wir müssen uns mit dem Herzen für den Herrn entscheiden und sollen dann mit Herzensentschluss bei ihm verharren. 

  • Rebekka zögerte nicht, ihre bisherige Heimat und ihr Umfeld zu verlassen (1. Mo 24,56). Sie machte einen klaren Schnitt. Christentum ist ein Hinausgehen, ist Bewegung. Die Richtung ist zu ihm hin (Heb 13,13). Wer den Herrn Jesus kennengelernt hat und ihn sehen will, für den wird die Welt zur Durchgangsstation. 

  • Rebekka wurde von dem Knecht Abrahams geführt (1. Mo 24,61). Es war schon ihre Willigkeit gefragt, aber sie suchte sich nicht den Weg selbst aus. So werden wir vom Geist Gottes geleitet und auf den rechten Weg geführt (Röm 8,14). 

  • Rebekka zeigt Unterordnung sowie Interesse an Isaak (1. Mo 24,64.65). Es ist wichtig, dass man ihn Meister sein lässt und die Frage stellt: „Was willst du, Herr?“, aber auch, dass man fragt: „Wer bist du, Herr?“

  • Isaak, der sich sinnend auf dem Feld mit seiner Frau beschäftigt hatte, kommt Rebekka entgegen (1. Mo 24,63–65). Der Herr Jesus wird auch persönlich wiederkommen, um uns in den Wolken zu begegnen. Das erledigt kein Engel. Das hat er selbst gesagt, als er auf der Erde war, und das hat er vom Himmel aus bestätigt (Joh 14; 1. Thes 4). 

  • Über die konkrete Begegnung wird weiter nichts berichtet. Es war sicher ein ganz besonderer Augenblick. Und was wird es einmal sein, wenn wir die Stimme des Herrn zum ersten Mal hören und ihn dann zum ersten Mal sehen (aber genau darüber schweigt das Neue Testament)?

  • Isaak führte Rebekka dahin, wo er war (1. Mo 24,67). Christus kommt nicht zu seiner himmlischen Braut auf die Erde, sondern er bringt die himmlische Braut in den Himmel. 

  • Isaak tröstete sich nach dem Tod seiner Mutter, weil er nun eine Frau hatte (1. Mo 24,67). Während das alte Israel von Gott gerichtet wird (wovon Sara ein Bild ist), wird Christus die Hochzeit des Lammes im Himmel haben, zur Freude seines Herzens.