Wir leben in zunehmend unsicheren Zeiten und fragen uns vielleicht manchmal: Wie soll es weitergehen? Oder: Wie werden wir in dieser Zeit bestehen? Und wir wissen als gläubige Christen, dass wir aus eigener Kraft nicht in der Lage sind zu bestehen.
Aber Gott hat uns Zusagen gemacht, sowohl im Alten wie im Neuen Testament. Schauen wir einmal in den Propheten Haggai, wo wir den Überrest aus Juda und Benjamin finden, der aus der babylonischen Gefangenschaft zurückgekehrt war. Von einem großen Volk waren es nur noch etwa 50.000 Menschen, die zurückgekehrt waren. Also eine vergleichsweise kleine Schar. Eigentlich eine traurige Situation. Aber Gott lässt durch Serubbabel diesem Volk eine schöne Zusage machen. Es heißt in Haggai 2,4.5: „Seid stark, alles Volk des Landes, spricht der HERR, und arbeitet!“ – sie sollten am Haus Gottes arbeiten. „Denn ich bin mit euch, spricht der HERR der Heerscharen. Das Wort, das ich mit euch eingegangen bin, als ihr aus Ägypten zogt, und mein Geist bestehen in eurer Mitte.“
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Gott geht zurück bis an den Anfang der Geschichte des irdischen Volkes Gottes, wenn er diesem vergleichsweise kleinen Überrest wunderbare Zusagen macht. Gott hatte seinem Volk Verheißungen gemacht, als sie aus Ägypten zogen. Er hatte ihnen den Segen und den Fluch vorgelegt. Er hatte ihnen gezeigt, wie sie Gedeihen haben würden, wenn sie seinem Wort gehorsam sein würden. Das Wort Gottes bestand in ihrer Mitte, und Gott hält dieses Wort aufrecht, auch diesem vergleichsweise kleinen Überrest gegenüber.
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Zweitens hatte er gesagt „Ich bin mit euch.“ Auch das entsprach dem, was Er im Anfang der Geschichte des irdischen Volkes Gottes getan hatte. Gott war in der Wolkensäule und in der Gestalt des Engels des HERRN mit ihnen gewesen. Er hatte Schutz und Führung gegeben.
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Und drittens: „Mein Geist besteht in eurer Mitte.“ Der Geist Gottes würde sie leiten und würde mit ihnen sein. Nicht so, wie wir es neutestamentlich kennen als in den Gläubigen wohnend, aber doch finden wir ja auch im Alten Testament, dass der Geist Gottes über Menschen kam und sie leitete oder trieb in einer Aufgabe.
Wir finden also drei göttliche Hilfsquellen: der Herr selbst, sein Wort und sein Geist.
Und nun machen wir den Übertrag in das Neue Testament:
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Am Anfang der Geschichte der christlichen Kirche oder Versammlung Gottes auf dieser Erde lesen wir, dass die Gläubigen in der Lehre der Apostel verharrten (Apg 2,42). Das, was der Herr seine zwölf Jünger gelehrt hatte, gaben sie nach seinem Auftrag weiter. Das Wort Gottes selbst also war der Gegenstand des Glaubens. Und insbesondere durch den Dienst des Apostels Paulus wurde dann das Wort Gottes vollendet. Das Wort Gottes bestand also in der Mitte des himmlischen Volkes Gottes.
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Zweitens hat der Herr in Matthäus 18,20 die Zusage gemacht: „Wo zwei oder drei zusammenkommen zu meinem Namen oder versammelt sind zu meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.“ Er selbst ist gegenwärtig, wenn wir als Versammlung zusammenkommen. Und was unseren persönlichen Weg angeht, haben wir die Zusage: „Ich werde dich nicht versäumen und dich nicht verlassen.“
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Und drittens kam in Apostelgeschichte 2 der Heilige Geist als eine göttliche Person auf die Erde und nahm Wohnung in den einzelnen Gläubigen und in der Versammlung Gottes als Ganzes und bildete sie zu einem Leib. Also auch hier haben wir die göttlichen Hilfsquellen: der Herr selbst, sein Wort und sein Geist, und zwar in einer völlig neuen Form – als eine göttliche Person wohnend in den Gläubigen. So war es am Anfang der christlichen Haushaltung.
Und wie ist es heute in den letzten Tagen des christlichen Zeugnisses auf dieser Erde? Auch in den letzten Tagen nimmt Gott nichts von seinen Zusagen, von den göttlichen Hilfsquellen weg. Welcher Trost ist das und mit welcher Zuversicht lässt uns das trotz mancher Herausforderungen nach vorne blicken!
