Kürzlich las ich einen interessanten Satz, der hieß: „Über allen Hiobsbotschaften dieser Welt steht Hiobs Botschaft: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“
Dieser Satz hat mir ausgezeichnet gefallen. Es gibt aktuell sehr viele sogenannte Hiobsbotschaften. Wir verstehen darunter negative Botschaften. Wenn wir eine Zeitung aufschlagen oder Nachrichten hören, sind diese in der Regel voll von negativen Schlagzeilen. Gute Botschaften finden trotzdem oft wenig Anklang. Der Ausdruck „Hiobsbotschaft“ leitet sich ja eigentlich von der Situation am Anfang des Buches Hiob ab, wo Hiob mehrere Nachrichten von Katastrophen erhält, die ihn und seine Familie betroffen haben. Sein Besitz, insbesondere seine Kinder, und schließlich seine eigene Gesundheit werden angetastet.
Aber die Botschaft von Hiob selbst ist eigentlich eine ganz andere. Und sie steht in einem totalen Kontrast zu allem Erlebten, so schwer es für ihn ohne jede Frage war. Egal, ob Botschaften in dieser Welt sogenannte Hiobsbotschaften sind oder ob es vielleicht auch einmal gute Nachrichten sind. Hiobs Botschaft ist: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (Hiob 19,25). Und das ist in der Tat die alles entscheidende Botschaft.
Es ist beeindruckend, dass Hiob das schon im Glauben sagen konnte, denn er wusste weit weniger als wir. Wir blicken zurück auf ein vollbrachtes Werk am Kreuz auf Golgatha. Wir kennen Jesus Christus, unseren Heiland, unseren Erlöser. Und wir können durch den Glauben an Ihn wirklich mit Überzeugung, gegründet auf Gottes Wort, sagen: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“ Wir wissen, dass Er uns um den Preis seines Lebens, durch sein eigenes vergossenes Blut, erlöst hat. Und wir wissen, dass Er nach vollbrachtem Werk auferstanden ist, dass Er lebt. Dieses persönliche Wissen entscheidet alles. Das entscheidet Zeit und Ewigkeit. Diese Botschaft wird jede Zeit überdauern, im Gegensatz zu allen anderen Botschaften, die teilweise schon am nächsten Tag überholt sind.
Doch die Botschaft Hiobs geht noch weiter. Er wusste darum, dass sein Erlöser lebt. Aber dann geht es weiter: „Und als der Letzte wird er auf der Erde stehen.“ Christus wird einmal hier auf dieser Erde, wo er gelitten hat und gestorben ist, tausend Jahre herrschen in Frieden und Gerechtigkeit, zum vollkommenen Wohlgefallen Gottes.
Der letzte Teil der Hiobsbotschaft ist: „Und ist nach meiner Haut dies da zerstört (sein Leib), so werde ich aus meinem Fleisch Gott anschauen“ (Hiob 19,26). Auch das ist eine erstaunliche Kenntnis von Hiob, die Gott ihm offenbart hatte. Er glaubte an eine leibliche Auferstehung, obwohl es bis dahin kein Beispiel dazu in Gottes Wort oder in seinem Erleben gegeben hatte. Wir hingegen wissen um einen auferstandenen Christus und wir wissen unter anderem durch die Belehrungen in 1. Korinther 15, dass wir, weil Christus aus den Toten auferweckt ist, auch auferweckt werden, wenn wir durch den Tod gehen müssen, oder dass wir verwandelt werden, wenn wir leben, wenn Christus wiederkommt, um uns zu sich zu nehmen. Es gibt eine leibliche Auferstehung. Wir werden Ihn sehen, unseren Heiland, unseren Erlöser, wie Er ist.
