Durch das Werk des Herrn Jesus am Kreuz auf Golgatha und durch den Glauben an Ihn sind wir vor Gott in eine wunderbare Stellung gebracht. Er hat uns ewiges Leben gegeben. Und dieses Leben ist in seinem Sohn (s. 1. Joh 5,11). Es ist das ewige Leben, das wir jetzt bereits besitzen dürfen, während wir noch auf dieser Erde sind. Und so sind wir vor Gott in derselben Stellung wie der Herr Jesus als Mensch. Wir haben von Gott dieses Leben empfangen, das im Sohn ist – eine wunderbare Tatsache. Wir sind in Christus eine neue Schöpfung (s. 2. Kor 5,17).

Und auch in Bezug auf unseren Körper wird das einmal so sein. Johannes schreibt in seinem Brief auch davon, dass wir „ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist“. Das ist jetzt noch nicht so, aber wird so sein, wenn wir in die Herrlichkeit eingehen.

Und wenn wir an uns als Gläubige gemeinsam als die Versammlung Gottes denken, dann trifft das auch zu, dass wir wie der Herr Jesus sein werden. Wenn der Herr Jesus in Markus 9 auf dem sogenannten Berg der Verklärung gezeigt wird, wird Er vor seinen Jüngern verwandelt. Dann werden seine Kleider als glänzend, sehr weiß beschrieben. Bei der Hochzeit des Lammes in Offenbarung 19 wird von der Frau des Lammes (der Versammlung) gesagt, dass sie sich bereitet hat: „Und es wurde ihr gegeben, dass sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend und rein.“ Wir finden hier also eine Beschreibung, die der in Markus 9 entspricht. Der Jesus hat eine Braut, die ihm völlig entspricht. Auch das ist eine wunderbare und erhabene Tatsache, dass er uns in dieser Position zu sich erhebt. Er wird seine Versammlung sich selbst einmal verherrlicht darstellen (s. Eph 5,27). Sie wird ihm völlig entsprechen.[1]

Die praktische Frage an uns ist natürlich: Stimmt das in Bezug auf uns persönlich und auch in Bezug auf uns gemeinsam auf dieser Erde schon? Wird etwas von der Person des Herrn Jesus in unserem Leben sichtbar? Entsprechen wir ihm? Wandeln wir würdig seiner Person, dass er sich an uns freuen kann? Gott, der Vater, freut sich daran, wenn hier auf dieser Erde Menschen sind, in denen er etwas von den Herrlichkeiten seines Sohnes widergespiegelt findet. Wie gesagt, der Stellung nach ist das jetzt schon so. Aber Gott möchte immer, dass unsere Praxis auch mit unserer Stellung übereinstimmt.

Dann noch ein ergänzender Gedanke. Der Herr Jesus hat nicht nur eine himmlische Braut, sondern in einem Überrest aus Israel wird er auch eine irdische Braut besitzen im 1000-jährigen Reich. Im Buch Ruth haben wir ein schönes prophetisches Bild davon in Boas und Ruth. Auch hier wird etwas davon gezeigt, dass seine irdische Braut ihm völlig entspricht. Von Boas wird gesagt, dass er ein vermögender Mann ist (s. Ruth 2,1). Über Ruth sagt Boas dann in Kapitel 3,11, dass sie „eine tüchtige Frau“ ist. Das Wort, das hier mit „tüchtig“ übersetzt wird, ist das gleiche, was in Kapitel 2 mit „vermögend“ übersetzt wird.

Dieses Volk, das ihn einst verworfen und abgelehnt hat, wird ihn einmal annehmen, jedenfalls ein Überrest aus diesem Volk, und es wird seine irdische Braut bilden, die ihm völlig entspricht. Was für eine Freude wird das für den Herrn Jesus sein, auch auf dieser Erde eine Frau an seiner Seite zu haben, die ihm entspricht!

Ja, alles wird in Übereinstimmung mit seiner Person kommen. Gott kommt trotz unseres Versagens in allem zu seinem Ziel. Wunderbare Gnade Gottes. Aber noch einmal: Er möchte, dass jetzt in unserem Leben schon etwas von diesen Ergebnissen sichtbar wird.


Fußnoten:

  1. Dieses Kleid ist natürlich nicht so sehr eine Frage der Stellung, sondern es geht um die Lebenspraxis. Dennoch ist es auffällig, wie diese Verbindungslinie zu der Person Christi gezogen werden kann.