Im Lukasevangelium, im Evangelium der Gnade Gottes, werden viele Witwen erwähnt. Das ist sehr auffällig. Wir sehen: Diese Frauen durften und dürfen mit der besonderen Zuwendung Gottes rechnen.

  • Einsamkeit und Alter: Die alte Prophetin Anna (Lk 2,36.37). – Sie besuchte die Gottesdienste, betete viel, lobte Gott und nutzte ihre Zeit, um mit anderen über geistliche Dinge zu reden. Sie durfte den Herrn Jesus sehen.

  • Hungersnot: Die hungernde Witwe aus Serepta (Lk 4,25.26). – Sie übte Gastfreundschaft im Vertrauen auf Gott. Sie wurde beständig versorgt.

  • Trauer: Die trauernde Witwe aus Nain (Lk 7,12). – Sie begegnete dem Herrn Jesus und fand Trost in der Auferstehung.

  • Angriffe: Die bedrängte Witwe und der ungerechte Richter (Lk 18,3–5) – Die Witwe blieb hartnäckig und ließ sich nicht einfach betrügen. Ihr wurde Recht verschafft. In der Anwendung: Sie blieb unbeirrt im Gebet und erlebte Erhörung.

  • Geldsorgen: Die bettelarme Witwe am Schatzkasten im Tempel (Lk 21,1–4). – Diese sehr arme Frau gab ihren ganzen Lebensunterhalt für die Dinge Gottes. Sie bekommt die Anerkennung des Sohnes Gottes.

Für jede Witwe, und auch für jeden Gläubigen, ist es ermunternd, die Gnade zu sehen, die sich den Hilflosen zuwendet. Gleichzeitig sehen wir auch ein Arbeitsfeld, das sich für sie auftut:

  1. Gottesdienste besuchen
  2. Flehen
  3. Gott loben
  4. zu anderen Gutes reden
  5. Gastfreundschaft üben
  6. sich durch die Auferstehung trösten lassen
  7. hartnäckig sein (im Gebet)
  8. großzügig spenden