Wenn man von dem Wunder der Auferstehung redet und die Personen aufzählen will, die für eine Zeit ins irdische Leben zurückkehren durften, wird meistens der Soldat aus 2. Könige 13,20.21 vergessen. Und wenn doch daran gedacht wird, heißt es, dass ein Mann von der syrischen Streifschar auferweckt worden sei.
Aber wenn man den Text genau liest, sieht man, dass es sich um einen israelitischen Soldaten handelt, der hastig in das Grab Elisas geworfen wurde, als man moabitische Soldaten zu sehen bekam.
Der Soldat war offenbar im Kampf gefallen. Und weil er dann die sterblichen Überreste des Propheten berührte, kehrte er zum Leben zurück.
Bei den anderen Totenauferweckungen, die wir in der Bibel finden, war Krankheit die Ursache des Todes. Das wird jeweils ausdrücklich gesagt, und bei dem Jüngling von Nain würde ich das voraussetzen. Hier war es jemand, der sehr wahrscheinlich durch Gewalteinwirkung gestorben ist. Doch die Barmherzigkeit Gottes ist da, und der Mann kehrt ins Leben zurück.
Er kehrte zurück, weil ein anderer vorher gestorben war. Das ist auch eine einzigartige Besonderheit bei den Auferstehungen. Das verweist uns auf Christus, der starb, damit wir leben können.
