Seelsorge konkret (1) - Eine zermürbende Gewohnheit

Online seit dem 28.02.2008, Bibelstellen: Hosea 10,12

Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“. Das hat sehr viele Vorteile. Die Fahrt mit dem Auto ist zum Beispiel eine komplizierte Angelegenheit. Wenn wir aber Autofahren gewohnt sind, machen wir das wie im Schlaf. Wir brauchen nicht groß darüber nachdenken. Und schon sind wir am Ziel.

Schlechte Gewohnheiten schleifen sich aber leider auch ein. Manches Mal mault unser Gewissen und wir fassen wieder halbherzig einen Vorsatz. Doch bald fahren wir wieder in den gewohnten Bahnen. Ohne groß darüber nachdenken.

Manche haben die Gewohnheit, ihre Gedanken in eine bestimmte Richtung wandern zu lassen. Einige gehen zurück und trauern über versäumte Gelegenheiten und grübeln über schlimme Erfahrungen. Andere gehen in Gedanken in die Zukunft und malen sich aus, was alles passieren könnte. Sie sind gewohnt, sich zu quälen und zu sorgen. Solche Gedanken gehören vielleicht zu unserem festen Repertoire.

Wenn das so ist, dann ist es an der Zeit, mit Gottes Hilfe derartige Gewohnheiten zu durchbrechen. Wenn diese plagende Gedanken wieder anspaziert kommen, rufe entschlossen:

STOPP!

Jage die Gedanken davon. Das wird nicht immer so ganz vollständig gelingen – denn schließlich ist es eine Gewohnheit geworden. Aber die Richtung muss stimmen. Der Weg muss unbeirrt weitergegangen werden. Grübeleien dürfen keine Chance haben.

Aber muss man nicht Dinge im Leben gründlich durchdenken? Gewiss muss man das. Aber sich beständig im Kreis drehen und tausendmal eine Sache ängstlich durchleuchten, bringt doch nichts, oder?

Ich habe da mal einen Vorschlag: Nimm dir eine bestimmte Zeit pro Woche, wo du über besondere Probleme gründlich nachdenken willst. Sagen wir jeden Donnerstagsabend von 20.00 bis 21.00 Uhr. Zu anderen Zeit gibt es für diese schweren und ungemütlichen Gedanken nur ein energisches

STOPP! 

Gerrid Setzer