Die neue Geburt

Online seit dem 14.03.2008, Bibelstellen: Johannes 3,1-8

Johannes 3 ist große Kapitel über die neue Geburt. Lasst uns einige wichtige Punkte ins Auge fassen:

Die Wichtigkeit der Neugeburt

Die Wichtigkeit wird allein schon dadurch deutlich, dass die Neugeburt die erste ausführliche Belehrung des Herrn im Johannesevangelium ist, die er zudem noch mit den Worten „Wahrlich, wahrlich“ einleitet (Vers 3). Aber besonders sehen wir das darin, dass der Herr sagt: „Ihr müsst von neuem geboren werden“ (Vers 7). Es geht um ein absolutes Muss!

Das Instrument der Neugeburt

Das Instrument ist Wasser: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird …“ (Vers 5). Dass es dabei nicht um buchstäbliches Wasser geht, liegt auf der Hand. Johannes gebraucht Wasser in seinem Evangelium oft sinnbildlich (vgl. Joh 4 und 7). Wasser ist hier, wie an anderen Stellen, ein Bild des Wortes Gottes (Eph 5,26). Die Neugeburt wird hervorgerufen, indem der Geist Gottes das Wort Gottes auf die Seele anwendet (vgl. Jak 1,18; 1. Pet 1,23).

Der Erzeuger der neuen Geburt  

Der Geist Gottes ist es, der das neue Leben dem Menschen mitteilt. Die Neugeburt geschieht aus Wasser und Geist. Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt nichts (Joh 6,63). 

Die Notwendigkeit der neuen Geburt  

„Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Vers 3). „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen“ (Vers 5). Man muss von neuem geboren werden, wenn man das Reich Gottes sehen und darin eingehen will. Und wer will das nicht?

Der Charakter der neuen Geburt

„Was aus dem Geist geboren ist, ist Geist“ (Vers 6). Das neue Leben, das wir haben, entspricht dem Geist, der uns das Leben geschenkt hat. Das, was aus der Quelle hervorfließt, entspricht der Quelle.

Der Vorgang der neuen Geburt

„Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist“ (Vers 8). Der Vergleich ist zweifach: Der Geist und der Wind (dasselbe Wort im Grundtext!) sind souverän in ihrer Aktivität und beide sind geheimnisvoll in ihrem Wirken. Der Mensch kann weder den Wind hervorrufen, noch seine Windungen exakt nachvollziehen. Und so ist es eben auch im Blick auf die Neugeburt.

Gerrid Setzer