Abgeben und vertrauen!

Online seit dem 29.05.2007, Bibelstellen: Psalm 37,5

Es ist dunkel, die Straßen sind menschenleer. Dichter Nebel hängt zwischen den Häuserschluchten. Da geht ein Mann mit hastigen Schritten zu seiner geliebten Volksbank. Unter seinem Arm hat er, natürlich unauffällig, die Tageseinnahmen eines großen Lebensmittelgeschäfts. Als die Box mit dem Geld in den Nachtresor plumpst, fühlt er sich ungemein erleichert. Das Bargeld ist nun in der Bank und dort ist es gut aufgehoben!

Auch wir gehen manchmal etwas unruhig durch das Gedränge des Lebens. Warum eigentlich? Wenn wir unsere Sorgen bei Gott abgeladen haben, dürfen wir wissen, dass sie bei ihm gut aufgehoben sind. Besser als bei jeder Bank. Wir müssen die Sorge nur wirklich loslassen, um aufatmen zu können, und dürfen nicht noch irgendeinen Zipfel krampfthaft festhalten.

Was würden wir von dem Geschäftsmann denken, wenn er die ganze Nacht um die Bank schliche, um zu sehen, dass sein Geld wirklich gut aufbewahrt ist? Wir würden sagen, dass eine gehörige Portion Misstrauen in seiner Brust wohnt. Aber: Wollen wir etwa Misstrauen Gott gegenüber hegen?

Wir lesen in Psalm 37,5: „Befiehl dem HERRN deinen Weg [Geldbox bitte in Vorrichtung werfen!], und vertraue auf ihn [getrost sein, denn die Sache ist in guten Händen], und er wird handeln [das ist seine Sache, da brauchen wir nicht drüber nachdenken].“ Also nochmal: „Befiehl dem HERRN deinen Weg, und vertraue auf ihn, und er wird handeln.“   

Gerrid Setzer