Hallo, du Trockennasenaffe!

Online seit dem 23.05.2009, Bibelstellen: 1. Mose 2,7

Hast du schon mal deinen Biologielehrer als Trockennasenaffe angesprochen? Haben Sie schon mal mit diesen Worten ihren Chef begrüßt? Ich möchte nicht dazu raten. Aber beklagen dürfte sich darüber eigentlich niemand. Denn offiziell zählt der Mensch tatsächlich zu einer Unterordnung der Trockennasenaffen.

Es mag ja sein, dass unsere menschlichen Nasen trocken sind und wir nicht besonders gut riechen können. Es mag auch sein, dass es äußerlich gesehen manche Verbindung zum Beispiel zu den sog. Menschenaffen gibt. Aber der Würde des Menschen wird so eine jämmerliche Einteilung natürlich nicht gerecht. Wem das nicht einleuchtet, der dürfte sich auch nicht gegen zu Zuruf „Hallo, du Trockennasenaffe“ zu Wehr setzen (was doch die wohl die meisten reflexartig tun würden).

Es gibt viele gravierende Unterschiede zwischen Menschen und Tieren. Menschen können z.B. Sprachen erlernen, haben ein echtes Gewissen, kennen Schamgefühl und bekleiden sich daher usw. Menschen haben auch ein Bewusstsein für Gott und für die Ewigkeit. Ich habe eben noch keinen Orang-Utan gesehen, der betet. Der Mensch geht in seinen Gedanken über das Sichtbare und über den Horizont der Zeit hinaus. Ihn zieht es hin zu Gott – die Religionen legen ein deutliches Zeugnis davon ab.  

Wie kommt das nur? Ja, das hat, wenn man so will, etwas mit der Nase des Menschen zu tun. In 1. Mose 2,7 steht: „Und Gott der HERR bildete den Menschen, Staub vom Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.“ Das wird von keinem Tier gesagt. Der Mensch hat eine ganz besondere „Verbindung“ zu seinem Schöpfer, die kein Lebewesen sonst hat. Nur dem Mensch wurde der Odem des Lebens in die Nase gehaucht.

Es ist interessant, dass wir gerade heute so viel davon hören, dass Mensch und Tier sich praktisch nicht unterscheiden sollen. Der Mensch wird als Affe bezeichnet und der Affe als Mensch. Andererseits will man nichts davon hören, dass es einen Gott gibt, dem man sich unterordnen muss. Der Mensch erniedrigt und erhöht sich gleichzeitig – beides zu seiner Schande. 

Wir sind Geschöpfe Gottes! In Sünde gefallene Geschöpfe allerdings. Doch der Schöpfer bietet uns seine Gnade an. „Lasst euch versöhnen mit Gott!“

Gerrid Setzer