„Er wird sich unser wieder erbarmen, wird unsere Ungerechtigkeiten niedertreten; und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen“ (Mich 7,19). 

Über 6000 Menschen waren schon am Mount Everest, dem höchsten Ort der Erde. Einige davon auch ohne Sauerstoffflaschen. Am tiefsten Punkt, im Marianengraben, waren es bisher nur drei Menschen, und das auch nur mit einem Spezial-U‑Boot.[1] Ohne technische Hilfsmittel kommen Menschen auf den höchsten Gipfel, aber niemals zu den tiefsten Tiefen der Erde.

Der Prophet Micha, von dem das oben angeführte Bibelzitat stammt, lebte vor ca. 2800 Jahren. Der Meeresgrund war für die Menschen damaliger Tage gänzlich unerreichbar. Ein paar Spezialisten konnten vielleicht 30 Meter tief tauchen, dann war Ende. Vor diesem Hintergrund wird das Wort aus Micha 7,19 sehr eindrucksvoll: Gott hat die Sünden der Glaubenden in die Tiefen des Meeres geworfen. Sie werden nie von jemandem erreicht werden können.

Genauso wenig, wie ein Mensch einfach 11 Kilometer tauchen und eine Muschel hervorholen kann, genauso wenig kann eine einzige Sünde hervorgeholt und uns vorgehalten werden. Kein Ankläger, kein schlechtes Gewissen, keine Macht vermag das zu tun. Unsere Sünden sind für immer verschwunden! Es gibt keine Berührungspunkte mehr mit der Schuld für den, der an Jesus Christus glaubt.


Fußnoten:

  1. Dieser Graben im Pazifischen Ozean ist bis zu fast 11 Kilometer tief. Im Jahr 1960 und im Jahr 2012 wurde der tiefste Punkt erreicht: 1960 waren es zwei Männer und im Jahr 2012 ein Einzelner.