Sohn Gottes erwarten

Online seit dem 03.08.2011, Bibelstellen: 1. Thessalonicher 1,9

Die Wahrheit der Entrückung wird heute in der Welt gern ins Lächerliche gezogen. Das liegt zu einem daran, dass manche Toren ein konkretes Datum dafür genannt haben – was dann natürlich nicht stimmte. Zum anderen liegt es daran, dass das für den Menschen mit seiner begrenzten Kraft nicht vorstellbar ist. Wie sollen Millionen Menschen in die Luft gehoben werden? Und wie sollen sie dann in den unerschaffenen Himmel kommen? Unsere Galaxie hat eine Dimension von 100.000 Lichtjahren – wie lange wären sie wohl unterwegs, wenn sie durch den kompletten Weltraum „fliegen“? Fragen über Fragen. Also lächelt man müde über die, die an die Entrückung glauben.

Als Henoch entrückt wurde, wurde er gesucht (Heb 11,4). Die Menschen konnten es nicht glauben, dass er in den Himmel erhoben wurde. An die Entrückung des Elia in den Himmel wollten selbst die Söhne der Propheten nicht glaubten (sie stellten sich die Entrückung so vor, wie das Philippus später geschah: Er tauchte an einem anderen Ort wieder auf; Apg 8,39–40). Darum ließen sie Elia suchen (2. Kön 2,16–17). Später spotteten sogar Kinder über die Entrückung Elias und über den Propheten Elisa (2. Kön 2,23). Man tut sich schwer, an eine Entrückung zu glauben. Man lächelt und spottet darüber.

Von den Thessalonichern wusste man, dass sie den Sohn Gottes aus den Himmeln erwarteten (1. Thes 1,9). Sie scheuten sich offenbar nicht, davon zu reden. Tun wir das auch? Die Thessalonicher lebten aber auch entsprechend. Es war klar, dass sie eine Hoffnung hatten. Sie hingen nicht mit allen Fasern ihres Herzens an der Erde. Und wie sieht es da bei uns aus?

Gerrid Setzer