Gnade und Friede

Online seit dem 06.11.2012, Bibelstellen: Römer 1,7

In jedem Brief, in dem sich der Apostel Paulus als Schreiber nennt, wünscht er seinen Empfängern Gnade und Friede. {Und zwar immer in dieser Reihenfolge, denn der Friede ist ein besonderes Ergebnis der Wirksamkeit der Gnade Gottes.)

Man könnte das (wenn man die Frage der Inspiration mal ausklammert) als wenig einfallsreich bezeichnen. Hatte Paulus denn nicht noch etwas anderes, was er den Glaubenden wünschen konnte? Würden neue Formulierungen nicht mehr Frische versprühen?

Aber: Gerade die Wiederholung macht deutlich, dass wir Gnade und Friede nötig haben. Und zwar an jedem Ort, zu jeder Zeit und in jeder Situation. Wer wir auch sind, wir brauchen diese Gnade, die an uns wirkt, und wir brauchen den Frieden in unserem Herzen.

Wir haben es nötig, dass Gott uns täglich Dinge schenkt, die wir nicht verdient haben – das genau ist Gnade. Wenn er nur auf der Grundlage der Gerechtigkeit mit uns handeln würde, wäre es schlecht um uns bestellt. Gleichzeitig brauchen wir in der unruhigen und friedlosen Welt immer wieder neu seinen Frieden – denn unser Herz wird so leicht erschüttert.

Allen Lesern sei deshalb gewünscht: Gnade und Friede!

Gerrid Setzer