„HERR, nicht hoch ist mein Herz, noch tragen sich hoch meine Augen, und ich wandle nicht in Dingen, die zu groß und zu wunderbar für mich sind“ (Psalm 131,1). 

David, der Dichter von Psalm 131, war ein demütiger Mann. Das zeigte sich schon in jungen Jahren, und das blieb auch so bis ins hohe Alter.

In dem zitierten Vers sagt er vor Gott (und nicht vor Menschen), dass er den Hochmut abgelegt hat und nun die Demut forciert. Drei Bereiche der Demut spricht er dabei an:

Herz: Im Herzen sind die Gedanken und Überlegungen zu Hause. Da fängt alles an. Wie leicht steigen in unseren Herzen hochtrabende und unbescheidene Gedanken auf! Deshalb ist es wichtig, nach der Demut des Herzens zu trachten.

Augen: Die Augen verraten oft etwas über die Haltung eines Menschen. Wie viel sagt ein verächtlicher Blick schon aus! Achten wir deshalb darauf, dass wir in unserer Haltung anderen gegenüber bescheiden sind.

Füße: David spricht vom „Wandel“ und damit von den Füßen. Unsere Wege sollten Wege der Demut sein. Wir sollten unsere Füße nicht in Schuhe schieben, die ein paar Nummern zu groß für uns sind.

Der Meister selbst hat gesagt: Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht (Mt 11,29.30).