Auf dem Abstellgleis

Online seit dem 12.09.2006, Bibelstellen: 1. Mose 3,9

„Und der HERR Gott rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?“ 1. Mose 3,9

Viele Menschen fühlen sich wie auf einem Abstellgleis. Sie stehen allein. Ihr Leben ist öde. Alles erscheint sinnlos. Dazu gehören solche, die ihre Arbeit und mit ihr das menschliche Selbstwertgefühl verloren haben. Ein Arbeitsloser schilderte seinen Zustand einmal wie folgt: „Seit ich mich aus dem Wettbewerb des Lebens zurückgezogen habe, ist jeder Tag eine Wiederholung des vorhergehenden. Ich stehe jeden Morgen auf, staube meinen Verstand ab, hole mir die Zeitung und lese die Todesanzeigen. Wenn ich meinen Namen dabei nicht finde, weiß ich, dass ich noch lebe.“

Auch viele alte Menschen haben resigniert, fühlen sich verlassen. Sie passen nicht mehr in das pulsierende Leben ihrer Kinder. Sie werden abgeschoben. Abgeschoben in das Zimmer eines Seniorenzentrums. Sicher, sie bekommen Besuch. Doch das sind oft nur wenige Minuten. Und dann tauchen die Fragen wieder auf: Was bin ich überhaupt wert? Was hat mein Leben für einen Sinn? Wer hat wirklich Interesse an mir?

Gott! Ja, Gott. Er hat ein persönliches Interesse an jedem Menschen! Er hat das in Seiner Botschaft an uns Menschen – der Bibel – deutlich gezeigt. Schon auf den ersten Seiten der Heiligen Schrift kann man das erkennen: Er suchte Adam und Eva, die gesündigt und sich vor Ihm versteckt hatten und sprach: „Wo bist du?“ Er ging ihnen nach. Und Er geht auch heute dem Einzelnen nach. Er will uns zu sich ziehen. So lesen wir noch auf dem letzten Blatt der Bibel von Gottes Angebot: „Wen da dürstet, der komme; wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst“ (Offenbarung 22,17).

Gerrid Setzer