Der zweite Band der Geschichte

Online seit dem 31.07.2018, Bibelstellen: Lukas 24,5.6

„Was sucht ihr den Lebendigen unter den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden“ (Lukas 24,5.6).

Nun kommen wir, Gott sei Dank, zu etwas völlig Neuem, einer gänzlich frischen und gesegneten Realität: Er ist auferstanden. Das ist in der Tat ein neuer Anfang. Wie schon einmal zu Recht gesagt wurde: „Dies ist der zweite Band unserer Geschichte.“ Gott schenke, dass wir alle das verstehen!

Der Tod Christi hat den ersten Band der Geschichte abgeschlossen und damit mit allem, was wir einmal waren. Der zweite Band, der mit seiner Auferstehung beginnt, ist voll mit dem, was er ist.

Der erste Band ist der Bericht über alles, was wir waren als Kinder Adams: unsere Sünden und unser Elend, unsere Schuld und unsere Schande – all das füllt sozusagen seine Seiten; es ist ein trauriger und ernster Bericht über den Menschen, wie er verloren und schuldig vor Gott ist. Es ist der Bericht einer Nacht der Finsternis, die kein Stern erleuchtet. Es sind schmutzige Seiten von Anfang bis Ende.

Der zweite Band handelt von der Herrlichkeit seiner Person, von seinem vollbrachten Werk, von alledem, was er ist in der Vollkommenheit seines Sieges. Würden wir uns doch besser auskennen in diesem erhabenen, wunderbaren Bericht über seine Herrlichkeiten, über ihn als den zweiten Menschen und den letzten Adam! Hier haben wir Gottes große öffentliche Kundgebung seiner absoluten Zufriedenheit mit dem Werk unseres Herrn Jesus Christus.

Deswegen ist es so wahr und gesegnet, von der Auferstehung als der grundlegenden Wahrheit des Evangeliums zu sprechen. Wir haben darin die öffentliche Bestätigung der Vollkommenheit und Wirksamkeit des Sühnungswerkes unseres Herrn Jesus Christus. Es ist wahr, dass die Seinen ihres Herrn in seinem Tod gedenken; aber zugleich ist es eine Tatsache, dass der Auferstandene verherrlicht ist. Er, der auf dem Kreuz und im Grab war, ist nun in der Herrlichkeit. Gegenwärtig gibt es, Gott sei Dank, einen lebenden und verherrlichten Christus. Er ist lebendig aus dem Tod hervorgegangen und sitzt auf dem Thron des Vaters. Möge der Herr in seiner Gnade uns geben, die überaus große Wichtigkeit dieser Wahrheit zu erkennen. Möge er unsere Seelen davor bewahren, davon abzuweichen.

Walter Thomas Turpin