Der ewige Zustand

Online seit dem 18.11.2019, Bibelstellen: Offenbarung 21,1-8

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Thron sagen: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der, der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe, denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dieses erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein. Den Feigen aber und Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mördern und Hurern und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern – ihr Teil ist in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, welches der zweite Tod ist“ (Offenbarung 21,1–8). 

In den ersten acht Versen von Offenbarung 21 wird der ewige Zustand beschrieben. Folgende Punkte könnten wir herausstreichen:

Was die Schöpfung betrifft

  • Es wird eine neue Erde geben, die von ganz neuer Art sein wird. Jede Spur der Sünde ist verschwunden. Der Fluch und das Leid der ersten Schöpfung sind vergessen.
  • Es wird einen neuen Himmel geben, der von ganz neuer Art sein wird. Alles Böse, was durch den Teufel und seine Engel im Himmel geschehen ist, ist für verschwunden.
  • Auf der neuen Erde wird es kein Meer mehr geben. Es gibt keine Trennung, keine Unruhe, keine Unreinigkeit und nichts, was bedrängt und beängstigt.

Was die Versammlung betrifft

  • Es gibt eine heilige Stadt. Es ist eine geordnete, segensreiche Gemeinschaft und Verwaltung vorhanden, die vom Bösen getrennt und völlig für Gott reserviert sein wird.
  • Die Stadt ist das neue Jerusalem. Die alte Stadt Jerusalem auf der Erde existiert nicht mehr, aber es gibt diese ewige, himmlische „Wohnung des Friedens“ (= Jerusalem).
  • Das neue Jerusalem kommt aus dem Himmel herab. Das neue Jerusalem ist die Versammlung, die himmlisch ist und doch in der Ewigkeit mit der Erde verbunden sein wird.
  • Das neue Jerusalem kommt von Gott, sie steht in Verbindung mit Gott und gehört ihr; diese Stadt ist göttlichen Ursprungs.
  • Die Versammlung ist bereitet, sie wird schön für ihren geliebten Bräutigam sein, obwohl die Hochzeit des Lammes vor dem Tausendjährigen Reich stattgefunden hat.
  • Die Versammlung ist die Hütte Gottes bei den erlösten Menschen auf der neuen Erde. Gott wird in der Versammlung wohnen; sie ist seine Wohnstätte.

Was die Menschen auf der Erde betrifft

  • Die Hütte Gottes ist bei den Menschen: Gott wird sich durch die Versammlung auf der neue Erde den Erlösten offenbaren, wobei nicht mehr zwischen Israel und den Nationen unterschieden wird.
  • Gott wird bei den Menschen auf der neuen Erde wohnen. Er wohnt mittelbar unter ihnen durch die Hütte Gottes.
  • Die Menschen auf der neuen Erde werden sein Volk sein. Sie werden ihm für immer gehören und ihn anbeten.
  • Aber Gott gehört auch für immer ihnen: Gott ist bei ihnen, er offenbart sich ihnen und sie werden seine Nähe erleben.
  • Gott wird jede Träne abwischen, also den Schmerz der Erinnerung auslöschen und jeden mit seinem ewigen Trost erfüllen.
  • Das, was die Tränen hervorgerufen hat, wird nicht mehr sein; hier steht an erster Stelle der größte Feind, der Tod.
  • Der Tod geliebter Menschen bringt Trauer und damit auch Tränen mit sich – aber auf der neuen Erde wird nie mehr getrauert werden.
  • Es wird auf der neuen Erde kein Geschrei mehr geben, das durch das Unrecht hervorgerufen wird, welches lebende Menschen anderen zufügen.
  • Niemand auf der neuen Erde wird mehr Schmerz empfinden. Auch das Wort „Schmerz“ gehört nicht zum Vokabular der Ewigkeit.

Was alle Gläubigen aller Heilszeitalter betrifft

  • Gott wird alles neu machen.
  • Das, was der gewirkt hat, der das erste und letzte Wort hat und der die erste und letzte Tat ausführt, wird nicht geändert werden, denn er spricht das finale Wort: „Es ist geschehen!“ 
  • Wer auf der Erde nach Gott gedürstet hat, wird erfahren, dass Gott seinen Mund einmal zur Quelle des Wassers des Lebens bringen wird, ohne eine Gegenleistung zu fordern.
  • Wer auf der Erde das überwunden hat, was gegen Gott ist, der wird in der Ewigkeit eine persönliche Sohnesbeziehung zu Gott genießen: „Ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein.“ 

Was die Unbekehrten betrifft

  • Im Gegensatz zu den Gläubigen, die die Wasser des Lebens genießen und mit Gott verbunden sein werden, werden die Unbekehrten im Feuersee und ewig von Gott getrennt sein, was den zweiten Tod ausmacht.

Gerrid Setzer