Gottes vollkommene Fürsorge in der Wüste

Online seit dem 13.09.2020, Bibelstellen: 5. Mose 2,7

Denn der Herr, dein Gott, hat dich gesegnet in allem Werk deine Hand. Er kannte dein Wandern durch die große Wüste: diese vierzig Jahre ist der Herr, dein Gott, mit dir gewesen; und er hat es dir an nichts gefehlt.  (5. Mose 2,7)

Als das Volk Israel durch die Wüste wanderte, hatten sie keinerlei Vorräte, auf die sie zurückgreifen konnten. Das Manna musste täglich gesammelt werden (bis auf den Tag vor dem Sabbat), und jeden Abend war all das, was sie essen konnten, aufgebraucht. Sie hatten nichts, wussten nicht, was der nächste Tag mit sich bringt und konnten keine Vorsorge betreiben. Es gab nichts Sichtbares auf, dass das Volk Israel vertrauen konnte, sondern sie waren auf Gottes treue Fürsorge angewiesen, jeden Tag alles direkt aus der Hand Gottes zu empfangen.

Vierzig Jahre lang, Tag für Tag, hat Gott sie mit allem versorgt, was nötig war. Rückblickend konnte gesagt werden, dass „Er mit ihnen war“ und dass es „an nichts gefehlt hat“. Was für ein wunderbarer Beweis der Fürsorge Gottes:

Ø  Jeden Tag sättigte er das Volk mit dem Himmelsbrot und selbst dann als das Volk murrte und Fleisch forderte, ließ er Wachteln kommen (Ps 105,40).

Ø  Jeden Tag hatten sie genügend Wasser, weil Gott in seiner Macht z. B. den Felsen öffnete und Wasser hervorkommen ließ oder bitteres Wasser süß machte (2. Mose 17,6 und 2. Mose 15,23–25).

Ø  Jeden Tag sorgte Gott dafür, dass sie geleitet wurden durch die Wolke am Tag und die Feuersäule in der Nacht (4. Mose 9,15–18).

Ø  Jeden Tag hatten sie genügend Kleidung, denn diese Kleidung ging einfach nicht kaputt (5. Mose 29,4).

Ø  Jeden Tag schenkte Gott ihnen die Gesundheit um den Weg unter diesen schwierigen Umständen in der Wüste zu gehen (5. Mose 8,4).

Es ist bemerkenswert, dass Gott seine Fürsorge nicht geringer werden ließ, obwohl die Kinder Israel oft murrten, sich Götzen machten und sich sogar vor dem Himmelsbrot ekelten. Zwar musste Gott sie auch strafen, aber in seiner Fürsorge hat er immer sein Volk erhalten, bis dass sie im verheißenen Land ankamen.

Ist das nicht ein wunderbarer Gott, der dafür sorgte, dass es wirklich an nichts hatte gefehlt hatte? Als Glaubende dürfen wir wissen, dass dieser Gott auch unser Gott und unser Vater ist! Als seine Kinder dürfen wir Ihm vertrauen, dass er in seiner väterlichen Fürsorge für alles sorgt:

Ø  Sind deine Vorräte zu Ende und der Kühlschrank leer? – Vertraue IHM, der selbst die Vögel des Himmels versorgt auch Dich zu versorgen! Sind wir nicht viel vorzüglicher als sie? (Mt 6,26).

Ø  Bist du kraftlos und (geistlich) müde und suchst nach Erfrischung? – Dann lass  dich ermuntern die Bibel zu öffnen und dich erfrischen zu lassen von dem lebendigen Wort Gottes, deines Gottes, der den Müden durch ein Wort aufrichten kann und Stärke gibt in Fülle (Jes 50,4 und 40,29).

Ø  Weißt du nicht, wie es weiter geht, und suchst nach Führung? – Als Glaubende haben wir den Heiligen Geist und das Wort Gottes, durch das ER uns führen will. Vertraue auf DEN, der sich einen geebneten Weg erbitten lässt. (Esra 8,21.23)

Ø  Weißt du nicht, wie du die notwendige Kleidung für dich oder deine Kinder bezahlen sollst? – Vertraue auf deinen himmlischen Vater, der weiß, dass wir dies alles nötig haben  (Mt 6,31.32). Er hat Mittel und Wege, die oft einfach wunderbar sind!

Ø  Hast du gesundheitliche Sorgen? – Dann darfst du wissen, dass ER selbst bei dir ist, wenn du durch diese Prüfung gehst. Für Ihn bist du teuer und wertvoll und immer der Gegenstand seiner göttlichen Fürsorge (Jes 43,2.4). Das darf uns jeden Tag neu Kraft und Mut geben.

Manuel Dietermann