Das Ende des Herrn mit Hiob

Online seit dem 03.04.2021, Bibelstellen: Jakobus 5,11

„... und das Ende des Herrn habt ihr gesehen, dass der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist.“ Jak 5,11

Der Glaube Hiobs gab ihm die Kraft, in seinen schweren Prüfungen auszuharren. Auch er lebte nicht immer auf der Höhe des Glaubens. Das Wort Gottes verschweigt uns auch seine Schwächen nicht. Und doch hebt Gott in seiner Gnade, den Glauben und das Ausharren Hiobs hervor.

Nach einer langen Zeit der Prüfung sehen wir, wie Gott in seinem Mitgefühl und seiner Barmherzigkeit den Leiden Hiobs ein Ende setzt. Was war der entscheidende Wendepunkt? Es war eine Sache, dass Gott im Herzen Hiobs bewirkt hatte, dass er ein richtiges Bild über sich und über Gott bekam. So sagt er in Hiob 42,2–6: „Ich weiß, dass du alles vermagst und kein Vorhaben dir verwehrt werden kann“.... Und dann: „So habe ich denn beurteilt, was ich nicht verstand, Dinge zu wunderbar für mich, die ich nicht kannte... Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche.“

Doch dann heißt es in Vers 10: „Und der Herr wendete die Gefangenschaft Hiobs, als er für seine Freunde betete.“ Gott hatte die Freunde Hiobs aufgefordert ein Brandopfer zu opfern und zu Hiob zu gehen, damit er für sie bitte. Denn ihn würde er annehmen. Gott hatte ihnen die Torheit ihres Verhaltens gegenüber Hiob vorgestellt. Und Hiob bittet für sie. Hätte er nicht Grund gehabt zu sagen, ihr seid schöne Freunde, ihr habt mir überhaupt nicht geholfen? Aber er zeigt ein vergebungsbereites Herz, indem er für sie bittet. Er ist frei von Bitterkeit. Er hat den Weg Gottes mit ihm erkannt und das befähigte ihn zu diesem Dienst der Fürbitte. Er hatte Gnade gezeigt und empfing nun reiche Gnade.

Und das Ende des Herrn mit Hiob in seiner Barmherzigkeit und seinem Mitgefühl ist reicher Segen. „Er mehrte alles, was Hiob gehabt hatte, um das Doppelte.“ Hi 42,10b

Wenn wir die Zahlen vom Beginn des Buches mit denen am Ende vergleichen, fällt etwas Erstaunliches auf:

Zu Beginn:                          Am Ende

7000 Stück Kleinvieh      14000 Stück Kleinvieh    das Doppelte

3000 Kamele                     6000 Kamele                      das Doppelte

500 Joch Rinder                1000 Joch Rinder             das Doppelte

500 Eselinnen                   1000 Eselinnen                 das Doppelte

Und dann: Ihm wurden 7 Söhne und 3 Töchter geboren. Und in Hiob 1,2 steht, dass er auch am Anfang 7 Söhne und 3 Töchter hatte. Sein Besitz wurde verdoppelt, aber die Anzahl seiner Kinder nicht. Und doch sagt uns Gottes Wort, dass Gott alles um das Doppelte mehrte. Hätten es dann nicht 14 Söhne und 6 Töchter sein müssenß

Nun sein ursprünglicher materieller Besitz war unwiederbringlich verloren. Seine Kinder waren gestorben und das hat ihn sicher sehr geschmerzt. Aber der leibliche Tod bedeutet nicht, dass sie verloren waren. Die unsterbliche Seele des Gläubigen ist im Paradies und jeder Gläubige hat Teil an der ersten Auferstehung. Welch eine Ermunterung für Eltern, deren gläubige Kinder (oder kleine Kinder, die noch nicht verantwortlich sind) von ihnen genommen werden. Sie sind gerettet, sie sind bei Christus. Und wenn Hiob nun noch einmal 7 Söhne und 3 Töchter bekommt. Dann hat er in diesem Sinn auch hier das Doppelte. So dürfen wir staunen, wie Gott in diesen alten Begebenheiten Botschaften mitteilt, die für den Glauben sichtbar sind, weil das Neue Testament uns die Belehrungen dazu gibt.

Dirk Mütze