Fels - Burg - Erretter

Online seit dem 31.12.2021, Bibelstellen: 2. Samuel 22,2

„Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.“ 2. Samuel 22,2

Dies ist ein Ausspruch aus einem Lied, das David gedichtet hat und vor dem Herrn sprach, nachdem er aus der Hand seiner Feinde und aus der Hand Sauls von ihm gerettet worden war. David hatte also Erfahrungen mit dem Herrn, seinem Gott, in schwierigen Umständen gemacht. Und jetzt beginnt er sein Lied mit diesem Ausspruch. Er wendet sich an den HERRN, an Jehova, Jahwe, den ewig Seienden, der Gott und damit über allem ist, der den absoluten Überblick hat und dem er vertrauen konnte.

David berichtet hier von drei speziellen Aspekten der Erfahrung, die er mit dem Herrn gemacht hatte, was der Herr für ihn war.

1. „Er ist mein Fels.“
2. „Er ist meine Burg.“
3. „Er ist mein Erretter.“

Das Wörtchen „mein“ spricht von einer persönlichen Beziehung, die David damals schon hatte und die wir noch mehr zu dem Herrn Jesus haben dürfen, weil wir ihn als den Sieger von Golgatha kennen dürfen, als den, der uns gerettet hat von unseren Sünden und uns ewiges Leben gegeben hat.

1. Der Fels spricht von einer festen Grundlage. Zu Mose sagte Gott einmal: „Es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen.“ Und die praktische Frage, die sich vielleicht für uns damit verbindet, ist „Worauf baue ich mein Leben? Was ist meine Lebensgrundlage?“ Nicht nur grundsätzlich, was unsere Errettung angeht, sondern was ist die Grundlage meines praktischen Lebens auf dieser Erde? Worauf baue ich mein persönliches Leben auf? Was habe ich für einen Standpunkt? Bringe ich alles in Beziehung zu dem Herrn Jesus, betrachte die Dinge aus seiner Perspektive und bin dort bei ihm in Sicherheit und kläre bei ihm die Fragen meines Lebens?

2. Die Burg spricht von Schutz, Schutz vor Angriffen oder ist auch als Verteidigungsstellung zu sehen. Und so dürfen wir wissen, dass wir bei dem Herrn Jesus in Sicherheit wohnen dürfen. Dort sind wir vor den Angriffen des Teufels geschützt und können im Glauben in der Kraft Gottes für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben kämpfen. Wenn das Glaubensgut angegriffen wird, dann sind wir aufgefordert zu kämpfen, zu widerstehen. Und es ist ein Verteidigungskampf, das heißt auf dem Grund weiter zu stehen und das festzuhalten, was der Herr uns gegeben hat, dabei zu bleiben. Und das können wir nur, wenn wir unseren Schutz bei ihm suchen, wenn wir in Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus leben. Dann ist er wie eine Burg um uns herum, um uns zu bewahren, auch vor den Listen des Teufels, der uns zu Fall bringen will in unserem Leben. Der Teufel will in unser Leben Böses hineinbringen, was den Herrn Jesus verunehrt. Dann ist unser Herr wie eine Mauer oder wie ein Zaun um uns herum, der uns Schutz bietet. Und das darf uns Ruhe und Sicherheit geben in einer unruhigen Zeit.

3. „Er ist unser Erretter“. Nun, einmal gilt das natürlich grundsätzlich für die Ewigkeit. Wir kennen ihn als unseren Erretter, weil wir wissen, dass er für unsere Sünden am Kreuz auf Golgatha gestorben ist. Er hat uns errettet aus der Macht Satans. Er hat uns errettet aus der Gewalt der Finsternis. Er hat uns gerettet vor einem ewigen Verderben. Dann aber auch rettet er uns aus Gefahren, die uns in unserem praktischen Leben begegnen. Wie oft haben wir sicher schon die bewahrende Hand des Herrn Jesus erlebt. Ob es so war, dass wir mit dem Auto unterwegs waren oder sonst in gefahrvollen Situationen waren, auch darin ist er unser Erretter oder unser Erhalter. Er bewahrt uns auf dem Weg durch diese Welt. Und schließlich findet die Errettung ihren vollständigen Abschluss, wenn der Herr kommt, um alle die, die an ihn glauben, zu sich zu nehmen in seine Herrlichkeit. Jetzt kennen wir die Errettung unserer Seelen, aber unser Körper ist noch der Vergänglichkeit unterworfen. Auch unser Körper wird dann Anteil haben an der Herrlichkeit Gottes.

Und so haben wir in dem Herrn Jesus, noch viel mehr als David damals, vollkommene Sicherheit und Rettung für diese Zeit, vollkommene Sicherheit und Rettung für die Ewigkeit. Ihm dürfen wir und wollen wir wirklich vertrauen.

Dirk Mütze