Die Wirksamkeit des Blutes Christi

Online seit dem 19.02.2022, Bibelstellen: Lukas 1,77; Joh 3,36; Joh 5,24; Joh 10,28; Heb 9,14; Heb 10,10.14 ; 1. Pet 1,19; Eph 2,8-9

In den letzten Monaten hören und lesen wir überall etwas von „Impfen“. Es werden viele Fragen gestellt: Wie wirksam ist es? Nutzt es überhaupt etwas? Hat es Nebenwirkungen? Vielleicht kann man die Krankheit trotzdem bekommen, auch wenn man geimpft ist. Nun, wie die Antworten noch immer sind und wie sich jemand persönlich entscheidet, sicher ist: Impfen gibt keinen hundertprozentigen Schutz. Vielleicht sind es 70, 80 oder 90 Prozent. Und wir wissen auch: die Wirksamkeit lässt mit der Zeit nach. Wir wissen: eine Impfdosis reicht nicht. Offensichtlich reichen auch zwei nicht. Es wird von Boostern, von Verstärken der Wirkung gesprochen durch eine dritte Impfung und kaum ist sie da, wird schon davon gesprochen, dass man eventuell auch noch ein viertes Mal geimpft werden muss. Und dann gibt es neue Virus-Varianten, die den Schutz vielleicht durchbrechen. Man muss den Impfstoff verändern. Also ein einmal entwickelter Impfstoff reicht auch nicht aus.

Und das erinnert mich an die Krankheit der Sünde, die nicht nur einige, sondern die jeden befällt, und zwar todsicher im wahrsten Sinne des Wortes. Erstens ist jeder davon gekennzeichnet. Die Bibel sagt: Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes. Und dann ist der Lohn der Sünde der Tod. Aber es gibt Heilung, Gott sei Dank.

Der Herr Jesus ist in diese Welt gekommen. Nach Lukas 1,77, um seinem Volk – und später wird klar, auch allen Menschen – Erkenntnis des Heils zu geben in Vergebung ihrer Sünden. Er ist wirklich der Heiland und wir wollen uns an einige Punkte erinnern, die den Wert seines Opfers und besonders seines Blutes, seines Lebens, das er für uns vergossen hat, deutlich machen.

Da denken wir zuerst daran, dass von dem Herrn Jesus gesagt wird in Johannes 3 „Wer an ihn glaubt, hat ewiges Leben.“ Nicht vielleicht, nicht irgendwann bekommt er es, sondern „hat ewiges Leben“ durch den Glauben an ihn.

Dann sagte der Herr Jesus selbst in Johannes 5, dass, wer an ihn glaubt, aus dem Tod in das Leben übergegangen ist. Der Tod liegt hinter uns. Wir haben ewiges Leben. Wir sind aus dem Bereich des Todes in den Bereich des Lebens gekommen durch sein Werk.

Schließlich sagt der Heiland in Johannes 10 „und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit“, also ewige Wirksamkeit, absolute Sicherheit.

Der Schreiber des Hebräerbriefes erinnert uns daran, dass „das Blut Christi, der durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen wird von toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen“. Hier geht es um den Wert des Blutes, das ein gereinigtes Gewissen bewirkt. Wir dürfen so vor Gott stehen, als hätten wir nie gesündigt.

Dann sind wir – auch das lesen wir im Hebräerbrief Kapitel 10 – „geheiligt durch das ein für allemal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi“ und einige Verse später, dass „er mit einem Opfer auf immer da die vollkommen gemacht hat, die geheiligt werden“, also der Glaube an sein Werk gleichsam eine einmalige Impfdosis ist, die für immer wirkt, und zwar 100 Prozent sicher. „Vollkommen“ gemacht, nicht nur etwas. Wir können von der Sünde nicht mehr angetastet werden. Natürlich können wir leider noch sündigen in unserem Leben auf dieser Erde. Aber unsere Sache mit Gott, was die Ewigkeit angeht, ist für immer in Ordnung gebracht. Petrus schreibt, dass „wir erlöst sind mit dem kostbaren Blute Christi als eines Lammes ohne Fehl und ohne Flecken“. Und es ist nicht möglich und auch nicht nötig, die Wirksamkeit dieses Blutes zu verstärken. Paulus schreibt im Epheserbrief: „Denn durch die Gnade seid ihr errettet, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ Nicht durch eigene Anstrengung können wir die Wirksamkeit dieses Werkes erhöhen, und so halten wir fest: Durch das vergossene Blut des Herrn Jesus, das wir im Glauben angenommen haben, sind wir völlig sicher. Die Wirksamkeit ist ewig. Es ist ein für alle Mal geschehen. Und dieses Blut ist unendlich kostbar in den Augen Gottes.

Dirk Mütze