Bisweilen ist es die Art und Weise, wie der Prediger spricht, aufs Korn genommen worden, und hier öffnet sich ein weites Feld für die Tadeljagd, denn jede Bohne hat ihren Fleck und jeder Mensch seinen Fehler. Ich habe noch nie ein gutes Pferd gekannt, welches nicht eine oder andere sonderbare Gewohnheit an sich gehabt hätte; und ich habe noch nie einen Prediger gesehen, der einen Schuss Pulver wert gewesen wäre und der nicht daneben eine seltsame Grille gehabt hätte. Dies sind aber die Stückchen Käse, welche diese Kritiker aufspüren und anknabbern. Der eine ist zu langsam, der andere zu schnell – der Erste ist zu blumenreich, der Zweite zu langweilig.
Wahrlich, wenn alle Geschöpfe Gottes in dieser Weise beurteilt werden sollten, so würden wir den Tauben den Hals umdrehen müssen, weil sie zu zahm sind; die Rotkehlchen schießen, weil sie Spinnen fressen; die Kühe töten, weil sie mit dem Schwanz wedeln, und die Hennen erschlagen, weil sie uns keine Milch geben.
(Aus: Guter Rat für allerlei Leute.)
