Wird er wirklich wiederkommen?

Online seit dem 18.04.2008, Bibelstellen: Johannes 14,3; 2. Petrus 3,1-7

Wer die Bibel sorgfältig liest und ihre Worte über das zweite Kommen Christi in ihrer offensichtlichen Bedeutung anerkennt, kann zu keiner anderen Antwort kommen als: ja!

Trotz der Klarheit des biblischen Zeugnisses hegen nicht wenige Christen in ihren Gedanken Zweifel in Bezug auf diese Hoffnung. Das Zeitalter, in dem wir leben, wurde durch die wunderbarsten Beweise göttlicher Macht und Güte eingeführt, erstens in Jesus, dem Fleisch gewordenen Sohn Gottes, und zweitens in dem Kommen des Geistes am Pfingsttag. Nachdem die Tatsache der Gegenwart des Geistes durch Zeichen und Wunder reichlich bezeugt war, hörten diese sichtbaren Beweise göttlicher Macht auf. Seit Jahrhunderten ist der Himmel absolut still, und die Welt geht ihren Gang ohne irgendein Eingreifen Gottes. Gott hat alles gesagt, was in Gnade zu sagen war, und im Moment gibt Er sich damit zufrieden, die Angelegenheiten der Menschen indirekt zu lenken, während das Evangelium von Seinen Boten immer noch gepredigt wird.

Das Problem ist, dass wir uns so an das Nichteingreifen Gottes gewöhnt haben, dass wir es schwierig finden, uns ein erneutes und mächtiges Eingreifen vorzustellen, ja nicht nur schwierig – unmöglich, wenn man einmal vom Glauben absieht.

Wird Christus denn wirklich wiederkommen? So fragen wir. Er wird. Und zwar erstens, weil Er es gesagt hat. „Ich komme wieder” (Joh 14,3).

Gottes Vorhersagen sind in der Vergangenheit alle buchstäblich, tatsächlich und bis ins kleinste Detail eingetroffen.

Vor langer Zeit kündigte Er eine Flut über die Welt der Gottlosen an. Kam sie? Ja, nach 120 Jahren kam sie. Sein Reden war nicht symbolisch oder poetisch gewesen. Er meinte nicht das allmähliche Aufkommen einer Flut neuer Ideen in der Welt der Menschen. Eine buchstäbliche, tatsächliche Flut überrollte die bewohnte Erde und brachte Vernichtung mit sich. Spuren dieser Flut, und mehr oder weniger eindeutige Erinnerungen daran, sind bis heute vielerorts zu finden.

Vor Tausenden von Jahren wurde das Kommen des Christus angekündigt, der in Niedrigkeit leiden würde. Im Laufe der Zeit wurden diese Prophezeiungen erweitert. Einzelheiten wurden nach und nach offenbart. Die Weise Seines Kommens – von einer Jungfrau geboren; der Ort Seines Kommens: Bethlehem-Ephrata; die Zeit Seines Kommens: lies Daniel 9,26; das Ergebnis Seines Kommens: verachtet, verworfen, wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt, Hände und Füße durchgraben, Seine Seele als Schuldopfer gestellt; alles das und noch viel mehr ist vorhergesagt worden. Vorhergesagt und bis ins kleinste Detail erfüllt.

Vor Tausenden von Jahren begannen die Propheten auch, im Auftrag Gottes von einem Tag zu sprechen, an dem derselbe Christus öffentlich verherrlicht werden würde; an dem Er „erhoben und erhöht und sehr hoch“ sein würde; an dem Er mit Zehntausenden Seiner Heiligen kommen würde und an dem das Hervorstrahlen Seiner Erscheinung den Sturz jedes Feindes, die Befreiung einer seufzenden Schöpfung von den Fesseln der Verderblichkeit und die Einführung eines auf Gerechtigkeit gegründeten Reiches einführen würde, eines Reiches, das fortdauert, so lange die Sonne besteht. Sind diese Vorhersagen schon erfüllt? Sicherlich nicht. Werden sie erfüllt werden? Ganz sicher werden sie das, und zwar mit derselben Genauigkeit, wie die Vorhersagen in Bezug auf Sein erstes Kommen.

Wird Er denn wirklich wiederkommen? Natürlich wird Er das. Denn zweitens ist genau die Tatsache, dass es heute modern ist, auf der Vorherrschaft unwandelbarer Naturgesetze als schlüssigem Beweis zu beharren, dass Er nicht wiederkommen wird, der schlüssigste Beweis, dass Er sehr bald wiederkommen wird. Lies 2. Petrus 3,1–7 und du wirst sehen.

In letzter Zeit hat sich – in Übereinstimmung mit der fälschlich so genannten Wissenschaft – die Lehre durchgesetzt, dass „alles so bleibt.“ Ihre Vertreter verfechten die Lehre der Evolution in kleinstvorstellbaren Schritten und verhöhnen das, was sie so gerne „katastrophenartige Veränderungen“ nennen. Und wenn Menschen, die im Herzen Spötter sind, solches lehren, ist das der klarste Beweis, dass genau diese katastrophenartige Veränderung nicht mehr fern ist; die letzten Tage sind gekommen, wie es Gottes Wort sagt!

Ja, Er wird wiederkommen, denn es ist drittens klar, dass es auf der Erde nur Hoffnung auf echten Frieden gibt, wenn Er – der Friedefürst – regiert. Lass die Welt sich selbst täuschen in dem Gedanken, dass Frieden und ein Zustand der Dinge, wie er im Tausendjährigen Reich sein wird, durch Demokratie erreicht werden kann. Aber wir, liebe Mitgeschwister, sollten uns nicht durch eine so dumme Schlinge zu Fall bringen lassen. Damit Frieden eingeführt werden kann, muss zunächst der Friedensbringer kommen. Damit eine gerechte Regierung universell gegründet werden kann, muss erst der Gerechte kommen, von dem gesagt ist: „die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst“ (Jes 9,6). Erst unter Seiner Segensherrschaft wird das goldene Zeitalter der Geschichte dieser Welt anbrechen, vorher nicht.

Eine Frage an Dich, lieber Leser: Diese gewaltige Veränderung, in der Tat katastrophal für die Welt der Gottlosen, aber unendlich gesegnet für Gläubige, wegen der zuvor stattfinden Entrückung in die Herrlichkeit – was bedeutet sie für Dich?

Ist es das Ende all Deiner weltlichen Vergnügungen, und wirft es alle Deine Pläne um, oder ist es die glücklichste und schönste Hoffnung, die Dein Herz sich vorstellen kann?

Bedeutet es für dich die anstehende Vernehmung vor dem gerechten Richter, oder die glückliche Vereinigung mit dem Bräutigam des Herzens?

Ist es nur Dunkelheit und kein Licht für Dich, oder nur Licht und keine Dunkelheit?

Er kommt wirklich wieder. Wann genau, das wissen wir nicht, wie Er selbst gesagt hat. Vielleicht noch nicht in diesem oder nächstem Jahr oder im nächsten halben Jahrhundert. Andererseits setzen sich vielleicht schon heute die Räder des Gerichts in Bewegung, wenn Er von dem Thron Seines Vaters aufsteht, um 1. Thessalonicher 4,15–17 zu erfüllen, und dann wären, lange bevor das nächste halbe Jahrhundert vorbei ist, alle Schriften, die sich auf Sein zweites Kommen beziehen, erfüllt.

Frage Dich, ob Du bereit bist, weil Du die Reinigung und Vergebung durch Sein Blut besitzt und ob Du als Gereinigter auch praktisch bereit bist durch ein heiliges Leben und einen Dienst der Hingabe für Seinen Namen.

F.B. Hole