Der Tod und der Maulkorb

Online seit dem 10.07.2009, Bibelstellen: Hebräer 9,27

Ein Mann hatte einen respektablen Hund. Doch eines Tages biss dieser frecherweise seinen Jungen. Der Hundebesitzer verpasste dem Vierbeiner einen Maulkorb. Die Gefahr war damit gebannt. Dennoch zuckte der Junge zusammen, wenn der Hund zu bellen anfing.

Das Verhältnis dieses Jungen zu dem Hund kann man damit vergleichen, wie der Christ mit dem Tod umgeht. Wir Christen begreifen, dass der Tod uns nichts mehr wirklich anhaben kann, dennoch zucken wir ängstlich zusammen, wenn wir in seine Nähe kommen. „Theoretisch“ wissen wir, dass der Tod nur der Chauffeur ist, der uns in die Herrlichkeit bringt, „praktisch“ haben wir aber vor ihm größten Respekt.

Oder anders gesagt: Körperlich und seelisch macht der Tod uns als schwache Menschen verständlicherweise zu schaffen, aber moralisch gesehen kann er uns keine Furcht mehr einjagen. Christen sind nicht mehr von der Todesfurcht geknechtet. Sie wissen, dass die  Gesetzmäßigkeit „Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9,27) durchbrochen worden ist. Durchbrochen von Christus, der für sie in den Tod gegangen ist. Ihm sei Dank dafür!

Gerrid Setzer