Ein bemerkenswertes prophetisches Bild

Online seit dem 08.06.2006, Bibelstellen: Matthäus 14,1-36

„Zu jener Zeit“ (Matthäus 14,1) verbindet das Folgende mit dem Vorhergehenden. Es ist ein wunderbares Kapitel, weil wir hier ein Bild von dem finden, was geschehen wird, nachdem die Kirche den Schauplatz dieser Erde verlassen hat. In Kapitel 13 sehen wir in den Geheimnissen des Reiches der Himmel ein Bild von dem, was jetzt ist, während sich der Herr im Himmel befindet.

Aber hier in Kapitel 14 erhalten wir ein Bild von dem, was sich einmal in der Zukunft abspielen wird. Wir sehen dort einmal den bösen König Herodes, der ein Vorbild von dem bösen König (dem Antichristen) ist, der sich dann im Land befinden wird. In Verbindung damit wird die abgefallene Christenheit durch die böse Frau (Hure) aus Offenbarung 17 und 18 vorgeschattet. Wir finden in unserem Kapitel ebenfalls eine böse Frau (Hure). In Offenbarung 11 werden zwei Zeugen getötet und die böse Frau (Hure), die auf dem Tier reitet, wird dafür verantwortlich gemacht (Offenbarung 17,6). So sehen wir hier den Mord an Gottes treuem Zeugen, und Herodias, die das veranlasst, wie Isebel einst ihren bösen Einfluss auf Ahab ausübte. Dann wird in Offenbarung 12 ein Überrest vorgestellt, der in die Wüste flieht, und dort auf wunderbare Weise 3,5 Jahre (die zweite Hälfte der Woche der Jahrwoche Daniels) ernährt wird. Hier in Matthäus 14 werden 5000 in der Wüste ernährt. Anschließend befinden sich die Jünger auf dem See, wo sie mühsam rudern, wobei sie kaum vorwärts kommen und gerade einmal die Hälfte hinter sich bringen, was offensichtlich ein Bild der zukünftigen großen Drangsal ist. Einige werden im Buch Daniel besonders hervorgehoben, und es scheint, dass Petrus sie an dieser Stelle repräsentieren soll.

„Um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden“ (Matthäus 24,22), sagt der Herr, und: „Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?“ (Lukas 18,8). Das bedeutet nicht, dass es dann keinen Glauben mehr geben wird, sondern dass die Umstände so schlecht sein werden, dass sogar die Heiligen Gottes an ihrer Befreiung verzweifeln werden. Der Herr streckte Petrus die Hand entgegen und ergriff ihn, als er anfing zu sinken. Die Anbetung seiner Person folgt und der Tag bricht an. Ist es nicht ein wunderbares Bild?

[Übersetzt aus der „Bible Treasury“ von Stephan Keune]

John Nelson Darby