Drei Gefahren - Salomo als warnendes Beispiel

Online seit dem 28.12.2015, Bibelstellen: 5. Mose 17,16.17

Drei Gebote

In 5. Mose 17 gibt Gott Anordnungen in Bezug auf das Königtum Israels. Gott kannte sein Volk und wusste, dass sie einmal einen König über sich begehren würden. Nach den Gedanken Gottes sollte dieser König diesen Geboten Folge leisten (5. Mose 17,16.17):

1. Der König sollte sich nicht viele Pferde anschaffen und sollte das Volk nicht nach Ägypten zurückführen, um sich Pferde zu besorgen.
2. Er sollte nicht viele Frauen haben, damit sein Herz sich nicht abwenden würde.
3. Er sollte sich Silber und Gold nicht übermäßig anschaffen.

Drei Übertretungen

König Salomo hat leider alle drei Gebote übertreten:

1. Salomo hatte sich viele Pferde angeschafft. Er hatte 40.000 Stände für Pferde zu seinen Wagen und 12.000 Reiter (1. Kön 5,6). Die Pferde besorgte er sich aus Ägypten und anderen Ländern (2. Chr 9,28).
2. Salomo hatte viele Frauen. In 1. Könige 11,1 lesen wir, dass er viele fremde Frauen liebte. Und in Vers 3 desselben Kapitels wird gesagt, dass er 700 Fürstinnen und 300 Nebenfrauen hatte. Seine Frauen neigten sein Herz.
3. Salomo machte das Silber und das Gold in Jerusalem den Steinen gleich (2. Chr 1,15). In seinen Tagen wurde das Silber für nichts geachtet (2. Chr 9,20). Und einmal in drei Jahren kamen Schiffe aus Tarsis, beladen mit Gold und Silber (2. Chr 9,21).

Drei Gefahren

Die Dinge, in denen Salomo versagte, können auch für den Gläubigen unserer Tage eine Gefahr darstellen. Vielleicht nicht so sehr buchstäblich, sondern vielmehr im übertragenen Sinn:

1. Der König sollte nicht auf seine Pferde vertrauen, sondern auf Gott. Gott wollte der eigentliche König seines Volkes sein. – Auch wir sollen unser Vertrauen nicht auf unsere eigene Kraft und Fähigkeiten setzen, sondern auf Gott.
2. Die Frauen neigten das Herz Salomos. Sein Herz gehörte nicht mehr uneingeschränkt Gott. – Auch die Zuneigung unserer Herzen wird leicht durch Dinge in dieser Welt abgezogen. Nicht umsonst warnt Johannes am Ende seines 1. Briefes: „Kinder, hütet euch vor den Götzen!“ Gott hat Anspruch auf die ungeteilte Zuneigungen unserer Herzen.
3. Das Silber und Gold war dazu angetan, Hochmut und Stolz im Herzen Salomos hervorzurufen. Sein Interesse galt nicht mehr Gott, sondern der Vermehrung seiner Reichtümer. – Die Vermehrung von Geld und Besitz kann auch den Gläubigen derart vereinnahmen, dass er keine Zeit und Energie mehr für Gott und seine Interessen hat.

Wir haben die klaren Anweisungen Gottes und das traurige Beispiel Salomos. Lasst uns auf der Hut sein vor diesen drei Gefahren, denen unsere Herzen so leicht erliegen!

Daniel Melui