Feste des HERRN (4) - Die drei Herbstfeste

Online seit dem 08.05.2018, Bibelstellen: 3. Mose 23,23-44

Die drei Herbstfeste werden in 3. Mose 23,23–44 beschrieben.

Fragen

1.) Worauf könnte das Fest des Posaunenhalls (Rosch ha-Schana) in der prophetisch-bildlichen Bedeutung hinweisen? Tipp: Matthäus 24,31 und Jesaja 27,13. In diesen Stellen wird nicht das Fest erwähnt, aber das, was das Fest bedeutet.

2.) Wo wird das Fest des Posaunenhalls sonst noch in der Schrift erwähnt?

3.) Wovon spricht der große Sühnungstag oder Versöhnungstag (Jom Kippur) in der prophetisch-bildlichen Bedeutung? Tipp: Sacharja 12.

4.) Nenne ein wesentliches Merkmal (das mehrfach betont wird) des großen Sühnungstages und erkläre, warum das für einen Tag der Sühnung so wichtig ist.

5.) Wo wird der Sühnungstag in der Schrift sonst noch erwähnt?

6.) Wovon spricht das Laubhüttenfest (Sukkot) in der prophetisch-bildlichen Bedeutung und an welchen Punkten kann man das festmachen?

7.) Was sollte am ersten und achten Tag dieses Festes geschehen?

8.) Warum sollten die Israeliten in Laubhütten wohnen?

9.) Nenne die Pflanzen, die in 3. Mose 23,40 und Nehemia 8,15 in Verbindung mit dem Laubhüttenfest erwähnt werden, und denke über die symbolische Bedeutung der einzelnen Pflanzen nach.

10.) Wo wird das Laubhüttenfest in der Schrift sonst noch erwähnt?

11.) Ordne die folgenden Begriffe den sieben Jahresfesten zu: ewige Freude Israels, äußere Wiederherstellung Israels, Auferstehung Christi, innere Wiederherstellung Israels, Tod des Herrn Jesus, Zeit der Versammlung, Leben in Heiligkeit.

12.) Welche beiden Feste werden im Tausendjährigen Reich noch gefeiert und warum genau diese beiden Feste? Tipp: Siehe dazu die gottesdienstliche Ordnung für das Tausendjährige Reich in Hesekiel 40–48.

Antworten

1.) Das ganze Volk Israel wird in der Endzeit zusammengebracht werden. Das geht nicht auf einmal, wie auch die Wegführung nicht auf einmal gegangen ist. Diese Sammlung findet in einem gewissen Sinn schon heute statt (gleichwohl es in 3. Mose 23 um die Zeit nach der Entrückung geht). Wir sehen aber in den Posaunen auch, dass Gott wieder zu seinem Volk reden wird – Gott wird wieder mit seinem irdischen Volk anknüpfen.

2.) Dieses Fest wird noch an zwei anderen Stellen der Schrift erwähnt. 4. Mose 29,1–6 nennt die verschiedenen Opfer, die dabei dargebracht wurden, und Nehemia 8,2 ff.

3.) Die Juden werden sich demütigen, wenn sie erkennen, dass sie Jesus, ihren Messias, verworfen haben.

4.) Sie sollten keinerlei Dienstarbeit tun. Es ist daran zu denken, dass Menschen nichts zu ihrem Heil beitragen können und dass ein Opfer zur Sühnung der Sünden gegeben werden musste.

5.) 3. Mose 16; 3. Mose 25,8–12; 4. Mose 29,7–11; Hebräer 9/10; Hebräer 13,11.

6.) Es wird im Tausendjährigen Reich wahrhaft Ruhe, Freude, Danksagung und Segen geben.

7.) Eine heilige Versammlung sollte gehalten werden.

8.) Als Erinnerung daran, dass die Israeliten (nur) in Hütten gewohnt haben, als Gott sie aus der Knechtschaft Ägyptens herausgeführt hat.

9.) Myrten (Bild des Friedens) und Olivenbäume (Bild des Geistes Gottes) werden in Nehemia 8 erwähnt, in 3. Mose 23 werden dagegen die Weiden (vergangene Trauer) erwähnt. Die Palmen (Bild des Sieges) und die dicht belaubten Bäume (Bild des Segens) finden wir an beiden Stellen.

10.) Außer an dieser Stelle wird das Fest noch an diesen Stellen erwähnt: 4. Mose 29,12–34 (Opfervorschriften); 5. Mose 16,13–15 (Freude, Ortsvorschrift); 2. Chronika 8,13 (Opfer durch Salomo); Esra 3,4; Nehemia 8,13–18; Hesekiel 45,23.25 (Opfer im Reich); Sacharja 14,16–19 (Nationen im Reich); Johannes 7,1–10,21 (Christus verborgen auf dem Fest).

11.) Passah: Tod des Herrn Jesus, Ungesäuerte Brote: Leben in Heiligkeit, Erstlingsgarbe: Auferstehung Christi, Wochenfest: Zeit der Versammlung, Posaunenhall: äußere Wiederherstellung Israels, Sühnungstag: innere Wiederherstellung Israels, Laubhüttenfest: ewige Freude Israels.

12.) In Hesekiel 45,23.25 finden wir zwei Feste: das Passah (inklusive das Fest der ungesäuerten Brote) und das Laubhüttenfest. Einmal die Erinnerung an das Opfer von Golgatha und einmal das Fest der Ruhe und der Freude.

Gerrid Setzer