Um der Herrlichkeit Gottes willen

Online seit dem 09.07.2020, Bibelstellen: Joh 9,3; 11,4

Im Johannesevangelium wird uns der Herr Jesus als der Sohn Gottes vorgestellt. Gerade in diesem Evangelium ist es die besondere Absicht des Heiligen Geistes, die ganze Herrlichkeit des Sohnes Gottes vor unsere Blicke zu stellen. Selbst Krankheiten und Nöte des Menschen tragen dazu bei, die Person des Herrn Jesus groß zu machen. An zwei Stellen im Johannesevangelium wird dies ganz besonders deutlich.

In Johannes 9 begegnet der Herr Jesus einem blindgeborenen Mann. Auf die Frage der Jünger, wer gesündigt habe, er oder seine Eltern, antwortet der Herr Jesus: „Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden“ (V. 3).

Die Ursache für das Leid dieses Menschen lag nicht in Sünden, die er oder seine Eltern begangen hatten, sondern darin, dass der Sohn Gottes die Werke Gottes an ihm offenbaren wollte. Die Heilung dieses Mannes sollte die Werke Gottes demonstrieren und dadurch zur Verherrlichung des Herrn Jesus beitragen.

Eine weitere Stelle finden wir in Johannes 11, wo uns die Not gezeigt, die in das Haus der Martha und Maria in Bethanien eingezogen war. Ihr Bruder Lazarus war krank geworden (V. 1). Als der Herr Jesus davon erfährt, spricht er: „Diese Krankheit ist nicht zum Tod, sondern um der Herrlichkeit Gottes willen, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde“ (V. 4). Der Grund für die Erkrankung von Lazarus lag nicht in einer Sünde oder einem Fehlverhalten der drei Geschwister, sondern war um der Herrlichkeit Gottes willen. Der Sohn Gottes wollte sich durch sein Handeln mit Lazarus verherrlichen.

Nachdem Lazarus an dieser Krankheit verstorben war, kam der Herr Jesus nach Bethanien, um ihn wieder aus den Toten aufzuerwecken. In göttlicher Macht rief er Lazarus aus der Gruft und zeigte damit seine göttliche Herrlichkeit (V. 43).

Der Herr Jesus möchte sich auch heute noch durch unsere Krankheiten und Nöte verherrlichen. Nicht unbedingt dadurch, dass er Wunderheilungen schenkt oder die Nöte wegnimmt. Sondern vielmehr dadurch, dass er uns die Kraft schenkt, die Krankheiten und Nöte mit seiner Hilfe zu tragen. Und dadurch, dass wir in den schwierigen und notvollen Umständen seiner Liebe vertrauen. Und seinem Wort: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen die nach Vorsatz berufen sind“ (Röm 8,28).

Daniel Melui