Betrachtung Psalm 119 (16)

Online seit dem 01.10.2012, Bibelstellen: Psalm 119,25-26

Daleth

Das Wort kräftigt und richtet auf, wenn der Diener den inneren Erprobungen hilflos ausgesetzt ist.

Verse 25 bis 32

Vers 25: Am Staub klebt meine Seele; belebe mich nach deinem Wort!

Der Heilige Geist hebt also den Schleier von dem geheimen Leben des Psalmisten, das geheime Leben, das nichts anderes ist als ein Leben des Gebets und der Vertrautheit mit Gott. Es ist wichtig zu zeigen, dass es sich um das Gebet eines Glaubensmannes handelt. Auch welche Demut in den Ausdrücken, die dieser Mann gebraucht. Denn nur ein demütiger Mensch wird sein beständiges Bedürfnis zum Ausdruck bringen, belehrt zu werden (V. 26), zu verstehen (V. 27), gestärkt zu werden (V. 28), das Wort zu empfangen (V. 29), die Schrift zu erforschen (V. 32). Das ist übrigens etwas, was wir im ganzen Psalm finden.

Im geheimen Ort denkt der Psalmist an den Zustand des Menschen: „Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren" (1. Mose 3,19), aber er weiß auch, dass Gott der Gott der Lebendigen ist und dass die Verheißung des Lebens für den gilt, der sein Wort aufnimmt. Wenn wir mit dem Tod konfrontiert werden, führt uns das zur Prüfung unserer Wege in der Gegenwart Gottes. Auf einem solchen Weg besitzt der Glaube die Kraft Gottes, die die Toten wieder auferweckt (2. Korinther 1,9). Vor dem Tod weiß der Gläubige, dass die Seele den Körper verlässt, um zu Gott zurückzukehren. In Jesaja 38,17 sagt Hiskia: „Du zogst liebevoll meine Seele aus der Vernichtung Grube; denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen." Das ist das Lied der Befreiung für jeden einzelnen Erlösten. Wer der Botschaft der offenbarten Gnade durch das Wort Gottes glaubt, wird am Leben bleiben durch den Glauben an das Werk am Kreuz und ist von seinen Sünden gewaschen worden in dem Blut des Lammes (Offenbarung 1,5).

Vers 26: Meine Wege habe ich erzählt, und du hast mich erhört; lehre mich deine Satzungen!

Der geheime Ort ist auch der Ort des Bekenntnisses. Dort spricht der Knecht mit seinem Gott über seine Wege, das bedeutet, dass er den Wunsch hat, aufrichtig vor seinem Angesicht zu sein. Gott antwortet seinem treuen Knecht durch seine Zustimmung, der alle Dinge vor ihm offengelegt hat. Die Heiligen in Offenbarung 14, Vers 5 werden als „untadelig" erfunden.

In dem Wunsch, nach den von Gott aufgestellten Regeln zu wandeln, spürt der Psalmist den Wunsch, die Satzungen Gottes zu kennen, was den gemeinsamen Weg mit denen betrifft, die treu sind.

M. Roy und Filipczak