Betrachtung Psalm 119 (72)

Online seit dem 25.06.2013, Bibelstellen: Psalm 119,145-146

Qoph

Gemachte Erfahrungen durch das Wort. Der Wert des Wortes für den, der zu dem HERRN gerufen hat. Es macht Gott gegenwärtig.

Verse 145 bis 152

Vers 145: Von ganzem Herzen habe ich gerufen; erhöre mich, HERR! Ich will deine Satzungen bewahren.

Dieser Teil ist das Wachrufen einer notvollen Zeit, in der sich ein gestärkter Glaube durch eine immer größere Verbundenheit zum Wort Gottes zeigt. Dieser Herzensschrei findet eine Antwort in den großen Erbarmungen Gottes. „Dann schreiben sie zu dem Herrn in ihrer Bedrängnis, und er führt sie heraus aus ihren Drangsalen“ (Psalm 107,28).

Die Liebe, auch ein Wesenszug Gottes, findet eine Antwort in einem bedrückten Herzen, das zu ihm ruft, und gibt das aus, was nur er allein geben kann: Frieden.
Durch das Gebet sprechen wir zu Gott und durch das Wort redet Gott zu uns. Wir sind in einer Beziehung mit Gott, der uns zur Hilfe kommt, beschäftigt mit unseren Umständen. Seine Satzungen zu bewahren bedeutet, sein Wort zu halten wegen seines unschätzbaren Wertes.

Vers 146: Zu dir habe ich gerufen; rette mich, und ich will deine Zeugnisse beachten.

„Und rufe mich an am Tag der Bedrängnis: Ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!“ (Psalm 50,15). Umgeben von den Gegnern, die den göttlichen Geber verachten, ruft der Gerechte seinen Gott an in der Sicherheit, dass er antworten wird. Wie viel mehr können wir in der Haushaltung, in der wir leben, und die wir Gott als unseren Vater kennen, in voller Glaubenssicherheit dem Thron der Gnade nahen. Wir haben zur Rechten Gottes unseren großen Hohenpriester, der gleichzeitig denen zur Hilfe kommt, die erprobt werden. „Und du wirst mich verherrlichen.“ Diese Aufforderung gerät bei vielen Gläubigen in Vergessenheit. Dennoch soll unser ganzen Leben zum Dienst für unseren Herrn sein, um ihn zu verherrlichen: die Zeugnisse Gottes beachten. Gerettet von der Macht des Widersachers, können wir den Willen Gottes tun und seine Zeugnisse bewahren.

 

M. Roy und Filipczak