Simon Petrus – Seine Bekehrung (3)

Online seit dem 22.03.2014, Bibelstellen: Johannes 1,29-42

Das erste Zeugnis Johannes’ des Täufers scheint nur wenig Auswirkung gehabt zu haben – niemand folgte dem Herrn. Daher hören wir am folgenden Tag seine Stimme erneut: „Siehe, das Lamm Gottes.“ Ich denke nicht, dass Johannes hier gerade predigt. Er liebte seinen Herrn und er sah Seine moralische Schönheit. Indem er dort steht und ausruft „Siehe das Lamm Gottes“, macht er die Keimzelle der Braut, wie wir sie ansehen können, mit dem Bräutigam bekannt, und zwei seiner Jünger verlassen ihn und folgen Jesus nach.

Noch war die Braut, die Versammlung, nicht gebildet, aber ich habe keinen Zweifel daran, dass wir hier die Keimzelle von dem finden, was später (vgl. Apg 2) die Braut werden sollte. Einer der beiden, die Johannes hörten, war Andreas, und ich neige dazu anzunehmen, dass der andere der Schreiber des Evangeliums war, der sich nur „den Jünger, den Jesus liebte“ nennt, Johannes der Sohn des Zebedäus.

Johannes der Täufer sprach in einer sehr schönen, vermittelnden Art und Weise, als seine Augen auf den einen unvergleichlichen Menschen ruhten, von dem er wusste, dass Er der HERR ist, der Eine, der gekommen war, um die ganze Frage der Sünde auf sich zu nehmen. Als Johannes der Täufer ausrief: „Siehe, das Lamm Gottes“, da wenden sich diese zwei Jünger um, verlassen Johannes und folgen Jesus nach. Von da an zieht sich Johannes in den Hintergrund zurück und die Person des Herrn Jesus füllt die ganze Szene.

Der Herr Jesus wendet sich schließlich um, sieht die zwei Jünger Ihm folgen und spricht: „Was sucht ihr?“ Was für eine herzenserforschende Frage! Ist es Ruhm, mein lieber Leser, den du suchst, Wissen, Macht oder Reichtum? Der Herr fragt auch dich heute aus der Herrlichkeit des Himmels heraus! Kannst du Ihm antworten, wie es diese zwei Jünger taten? „Lehrer, wo hältst du dich auf?“ Sie drücken damit aus, dass sie nur Ihn suchten. Sie wollten wissen, wo sie Ihn immer finden konnten. „Sie kamen nun und sahen, wo er sich aufhielt.“ In Matthäus 9, 1 sehen wir, dass Kapernaum „seine eigene Stadt“ genannt wird. Es war die Stadt, in der Seine größten Wunder geschehen waren und über die Er schließlich sagt: „Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, bis zum Hades wirst du hinabgestoßen werden; denn wenn in Sodom die Wunderwerke geschehen wären, die in dir geschehen sind, es wäre geblieben bis auf den heutigen Tag. Doch ich sage euch: Dem Lande von Sodom wird es erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als dir“ (Matthäus 11,23.24). Je größer das Privileg, umso schrecklicher ist das Gericht, welches über die kommt, die dem Privileg nicht gerecht geworden sind.

W.T.P. Wolston