Die Wurzel des Baumes – die Natur des Menschen (05)

Online seit dem 18.04.2014, Bibelstellen: Römer 5,15

Die Gabe der Gnade ist durch einen Menschen, Jesus Christus, zu den vielen überströmend geworden.

Wenn es Gott gefällt, kann die göttliche Gnade mit ihrer Gabe in Gnade den dunklen Schauplatz betreten, um zu segnen. Und die Gnade ist gekommen. Christus ist gestorben; die Gerechtigkeit ist vollbracht. Wir richten unsere Augen auf den Christus Gottes. Durch Ihn kommt die Gabe in Gnade zu uns, gerade so wie wir sind. In der Art und Weise, wie diese Gnade zu uns kommt, liegt jedoch noch eine wunderbare Schönheit. Sie strömt zu den vielen über! In der Gnade Gottes sind Reichtümer, die nicht begrenzt oder aufgebraucht werden können. „Viel mehr“, sagt die Schrift angesichts des Ausmaßes des Ruins, „viel mehr ist die Gnade Gottes und die Gabe in Gnade … zu den vielen überströmend geworden.“ Und eine Vielzahl von Menschen auf der Erde und Myriaden im Himmel haben diesen Strom der Gnade Gottes erfahren.

Nun, wie bekommt man diese Gabe? Man bekommt sie auf eine einzige Art und Weise, einen anderen Weg gibt es nicht: Sie muss entgegengenommen werden. Die „Gabe“ kann nicht durch Werke erlangt oder durch irgendetwas verdient werden, was wir tun oder fühlen könnten. Sie ist uns von Gott in seinem Sohn gesandt und der Glaube nimmt sie freudig von Gott entgegen. Und die, welche die Gabe empfangen haben, sind nicht mehr damit beschäftigt, was ihnen verloren gegangen ist, sondern damit, was sie empfangen haben.

Gott bringt den Menschen also weder in seinen ursprünglichen Zustand der Unschuld zurück, noch führt Er ihn in seine Gegenwart zurück, indem Er ihm in seinen gegenwärtigen sündigen Zustand eine Geistlichkeit einflößt, sondern Er verleiht allen, die glauben, durch einen Menschen, Jesus Christus, eine neue Sache – seine Gabe.

Gottes Gnade steht also im Gegensatz zu dem Ruin des Menschen. Und Gott ändert nicht den verdorbenen Zustand des Menschen, sondern verleiht dem Menschen eine Gabe und bringt ihn in einen neuen Zustand. Die GERECHTIGKEIT, die Gott einführt, steht im Gegensatz zu der natürlichen Sündhaftigkeit des Menschen. Wir müssen für immer in unserem natürlichen Zustand bleiben, wenn wir nicht gerechtfertigt werden gemäß der Gerechtigkeit, die durch den Tod Christi besteht. Denn der Mensch hat als Sünder eine richterliche Stellung vor Gott, und zwar steht der Mensch richterlich vor Gott unter Gericht, und das Ergebnis ist Verdammnis.

H. Forbes Witherby