Christus spricht erstmals über seine Versammlung (07)

Online seit dem 08.01.2015, Bibelstellen: Matthäus 16,18

6. Der Erbauer

„…. werde ich meine Versammlung bauen.“

Die Qualität eines Hauses hängt nicht unwesentlich von dem Erbauer des Hauses ab. Wenn Christus selbst es ist, der die Versammlung baut, dann haben wir es mit einem vollkommenen Erbauer zu tun. Er benutzt nur lebendige Steine. Lebloses Material, tote Bekenner, haben in diesem Bau keinen Platz. Wir sehen heute in der Christenheit viele Menschen, die sich äußerlich zum Christentum bekennen, aber kein ewiges Leben besitzen, weil sie nicht an den Sohn Gottes glauben. Aber hier steht die Versammlung Gottes gemäß dem Ratschluss Gottes vor uns, und die ist vollkommen und besteht ausschließlich aus lebendigen Steinen.

Und was hat Christus im Sinn, wenn er dieses geistliche Haus baut? Dass in diesem Haus eine heilige Priesterschaft geistliche Schlachtopfer darbringt. Wenn die Versammlung als Braut Christi gesehen wird, haben wir mehr den Gedanken vor uns, dass der Vater den Sohn ehrt und ihm eine Frau an die Seite stellt, die ihm entspricht (vgl. 1. Mo 2,18; 24,4). Wenn es um das Haus Gottes geht, dürfen wir daran denken, dass der Sohn den Vater ehrt und ihm Anbeter zuführt. Er will selbst das Lob inmitten der Versammlung anführen (vgl. Ps 22,23), und der Wohlgeruch seiner Person verbindet sich mit unserer Anbetung und unseren Gebeten zu einem duftenden Räucherwerk, das Gott angenehm ist (vgl. Ps 141,2; 1. Pet 2,5; Off 5,8; 8,3.4).

Daneben kennt die Bibel auch den Gedanken, dass Menschen an dem Bau des Hauses Gottes mitbauen (1. Kor 3,9–17). Paulus hatte das Geheimnis von Christus und der Versammlung entfaltet und damit den Grund gelegt. Nach ihm haben viele Arbeiter an diesem Bau gearbeitet. Doch wo Menschen arbeiten, da ist vieles menschlich und sogar fleischlich. Und so wurde bei dem Bauen unter der Verantwortlichkeit des Menschen nicht nur gutes Material – Gold, Silber und köstliche Steine – verwendet, sondern auch viel schlechtes Material – Holz, Heu und Stroh –, Material, dass dem Feuer der prüfenden Heiligkeit Gottes nicht standhält.

Einige gläubige Arbeiter haben durch das Einführen menschlicher Gedanken und Lehren schlechtes Material verarbeitet. Ihr Werk wird verbrennen, auch wenn sie selbst gerettet werden wie durchs Feuer. Andere ungläubige Arbeiter haben bewusst verderbliche Lehren eingeführt, die die Grundlagen des Christentums antasten und dadurch das Haus Gottes beschädigen. Ihr Werk hat keinen Bestand und auch sie selbst werden verloren gehen. Insofern soll sich jeder prüfen, wie er an dem Haus baut.

Aber wie gesagt, wenn es um das Haus Gottes nach dem Ratschluss Gottes geht, dann baut Christus selbst dieses Haus. „Der Herr tat täglich hinzu …“ Und dieser Bau ist vollkommen, stabil, sicher und schön. Des Hades Pforten werden ihn nicht überwältigen.

Marco Leßmann