Christus spricht erstmals über seine Versammlung (09)

Online seit dem 12.01.2015, Bibelstellen: Matthäus 16,18

Fazit: Die Versammlung – ein unzerstörbares Bauwerk.

„Die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen.“

Die Pforten des Hades, das ist die Macht des Todes und die Gewalt der Finsternis samt dem, der die Macht des Todes hat, und seinen finsteren Mächten der Bosheit. Gegen diese Mächte und Gewalten ist die Versammlung gefeit, sie können ihr nichts anhaben. Worin liegt nun diese Beständigkeit begründet?

Nun, wir haben gesehen, dass …

… es einen göttlich vollkommenen Bauplan gibt. Gott hat sich vor ewigen Zeiten vorgesetzt, dem Herrn Jesus die Versammlung ewig zur Seite zu stellen. Und wenn Gott sich etwas vorsetzt, dann führt er es auch aus. Sein Ratschluss kommt sicher zustande.
… mit göttlich vollkommenem Material gebaut wird. Es werden lebendige Steine aufgebaut. Das ewige Leben in uns kann durch nichts zerstört werden. Sonst wäre es nicht das ewige Leben.
… das Haus Gottes auf ein göttlich vollkommenes Fundament gebaut wird. Christus, der Fels, ist in sich selbst unerschütterlich und hat darüber hinaus „durch den Tod den zunichtegemacht, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel“ (Heb 2,14), und über die Fürstentümer und Gewalten Satans einen Triumph gehalten (Kol 2,15).
… eine göttlich vollkommene Person der Erbauer ist. Christus bringt nur gutes, unzerstörbares Material herbei und fügt es selbst seinem Bau hinzu.

Sollten wir da noch an der Festigkeit dieses Hauses zweifeln? Selbst wenn die Himmel in Feuer geraten und die Elemente im Brand zerschmelzen werden, wenn Erde und Himmel wie ein Mantel zusammengerollt und verwandelt werden, wird die Versammlung nicht aufhören zu existieren: „Siehe die Hütte Gottes bei den Menschen“ (2. Pet 3,12; Heb 1,10–12; Off 21,3). Dieser Blick auf die Versammlung ist gerade in Zeiten des Niedergangs, wo von der Versammlung nach dem Ratschluss Gottes auf der Erde wegen unseres Versagens kaum noch etwas zu sehen ist, äußerst wichtig, um einerseits vor Entmutigung bewahrt zu bleiben und um andererseits die eigene Praxis immer wieder an diesem göttlich vollkommenen Maßstab abzugleichen.

Ist es nicht gewaltig, welche Tiefe und Schönheit der Wahrheit über seine Versammlung der Herr Jesus mit diesen wenigen ersten Worten über dieses Thema schon andeutet? Können wir, wenn wir auf unseren oft armseligen Glaubensalltag blicken, verstehen, was der Herr Jesus an dieser Versammlung Liebenswertes gefunden hat, dass er bereit war, so viel dafür einzusetzen? Nein, aber uns werden einmal die Augen übergehen, „wenn das Vollkommene gekommen sein wird“ und wir die Versammlung nach dem Ratschluss Gottes in ihrer ganzen Schönheit sehen werden, so wie der Herr Jesus sie auf Golgatha im Herzen hatte, als er „um sie rang, von tiefer Nacht umhüllt“. Wie tief und weit wird dann dieses Geheimnis der Liebe und Gnade vor uns liegen, die wir dann ganz verstehen. Anbetung und Lob sei dem, der dieses herrliche Ergebnis zustande bringen wird.

Marco Leßmann