Die Bergpredigt (8) – Fragen und Antworten

Online seit dem 08.03.2020, Bibelstellen: Matthäus 7,13-29

Es geht um Matthäus 7,13–29. Diesen Abschnitt könnte man überschreiben mit: Wahre und falsche Jünger.

Fragen

1.) Wann geht man durch die enge Pforte (Mt 7,13.14)?

2.) Wieso ist der Weg des Glaubens ein schmaler Weg (Mt 7,13.14)?

3.) Wieso endet der schmale Weg des Glaubens im Leben – wir haben doch jetzt schon ewiges Leben (Mt 7,13.14)?

4.) Wenn ein Wolf perfekt als Schaf verkleidet ist, woran kann man dann erkennen, dass es ein Wolf ist (Mt 7,15)? Denke zunächst an das buchstäbliche Tier und dann an die, die durch das Tier gleichnishaft dargestellt werden.

5.) Was sind gute Früchte (Mt 7,16–20)?

6.) Wenn ein guter Baum keine schlechten Früchte bringt, wie kann es dann sein, dass Gläubige immer noch sündigen (Mt 7,16–20)?

7.) Waren die Wunder der bloßen christlichen Bekenner echte Wunder (Mt 7,21.22)?

8.) Welche Worte des Herrn machen ganz klar, dass es sich hier (Mt 7,21–23) nicht um wahre Gläubige handeln kann?

9.) Erkläre, was es – geistlich gesehen – bedeutet, dass man sein Haus auf den Felsen und auf den Sand baut.

10.) Von woher wirken schädliche Kräfte auf das Haus ein, und was ist damit gemeint, dass das auf Sand gebaute Haus unter diesen Kräften zusammenbricht?

Antworten

1.) Bei der Bekehrung.
2.) Es ist ein Weg, der für das Fleisch schwierig und unangenehm ist.
3.) Der vollkommene Genuss des ewigen Lebens steht noch aus. Das ewige Leben wird darum manchmal als etwas Zukünftiges betrachtet, so auch an dieser Stelle.
4.) Der Wolf macht sich durch seine Laute offenbar; so wird der falsche Prophet sich durch seine Lehre offenbaren (die man anhand der Bibel prüft).
5.) Das neue Leben (= der neue Baum) wird offenbar in Wort und Tat.
6.) Das neue Leben macht die Identität eines Gläubigen aus, und dieses Leben sündigt nicht (1. Joh 3,9). Natürlich kann der Gläubige noch sündigen. Das ist aber nicht normal. Und das, was nicht normal ist, wird nicht an jeder Stelle behandelt. Es geht um das Grundsätzliche, nicht um die Ausnahmen.
7.) Ja, das ist durchaus denkbar. Macht ist nicht Leben. Man denke an Judas Iskariot.
8.) Der Herr sagt, dass er sie niemals gekannt hat, und nicht, dass er sie nicht mehr kennt. Der Herr aber kennt die Gläubigen (Joh 10).
9.) Sand menschlicher Meinung und den Fels des Wortes Gottes.
10.) Von oben, unten und von der Seite. – In Lebenserprobungen wird offenbar, dass man sich nicht auf Menschenworte verlassen kann und dass man keinen Halt in Philosophien findet; eine Lebenskrise tritt ein, es ist augenscheinlich kein Fundament vorhanden.

Gerrid Setzer