Das Leben Davids (01)

Online seit dem 30.10.2009, Bibelstellen: 1. Samuel 16

Das Leben Davids ist sehr wechselreich. Man verliert schon mal etwas die Übersicht, wenn man sich alle Ereignisse (am besten noch in der chronologischen Reihe) vor Augen führen will. Auch deshalb ist ein kurzer Gang durch das Leben dieses Mannes nach dem Herzen Gottes sicher nützlich und förderlich.

David wird zum König gesalbt (1. Sam 16,1–13)

Saul war wegen seines Ungehorsams von Gott verworfen worden. Er hatte nicht mehr die Anerkennung Gottes, er ist aber noch nicht beiseitegesetzt. (So eine Handlungsweise Gottes finden wir öfter, denken wir an Jerusalem, das nach der Tötung des Messias verworfen wurde; seine Zerstörung erfolgte aber erst im Jahr 70 nach Christus.) In dieser Zwischenzeit wird nun David von Samuel zum König gesalbt.

Saul ist ein großer und beeindruckender Mann. David stammt aus dem kleinen Bethlehem (Mich 5,2) und ist der Jüngste im Haus seines Vaters. Und er, der achte Sohn (die Zahl Acht markiert einen Neuanfang), wird zum König gesalbt! Gott benutzt auch heute noch das Kleine und Unbedeutende, um das Starke zunichte zu machen.

Das ist die erste Salbung Davids. Sie geschieht im privaten Rahmen. Die zweite Salbung geschieht durch die Männer Judas (2. Sam 2,4) und die dritte Salbung nehmen die Ältesten Israels vor (2. Sam 5,3).

Nachdem David gesalbt ist, gerät der Geist Gottes über ihn (1. Sam 16,13). Von Saul aber weicht er (1. Sam 16,14). Damit kommen wir zur zweiten Station im Leben Davids.

David kommt an den Königshof (1. Sam 16,14–23) 

Saul wird von einem bösen Geist gequält. Seine Knechte empfehlen ihm nicht, das Angesicht Gottes zu suchen (das wäre das Richtige gewesen), sondern sie raten ihm, sich durch Musik Erleichterung zu verschaffen. Saul ist einverstanden – und so kommt der junge, musikalische David an den Königshof. Er kommt, um zu dienen, und nicht, um bedient zu werden. Durch seinen Dienst findet Saul Erleichterung. Eine wirkliche Wiederherstellung oder Befreiung wäre die Folge gewesen, wenn Saul Buße getan hätte. Eine wichtige Lektion auch für uns, die wir manches Mal nur an den Symptomen laborieren und die Sache nicht bei der Wurzel packen.

Gerrid Setzer