Genau lesen (118) – Noch nicht offenbar, was wir sein werden

Online seit dem 18.02.2015, Bibelstellen: 1. Johannes 3,2

„Es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Joh 3,2).

Soll dieser Vers etwa bedeuten, dass wir selbst noch nicht wissen, was wir in der Zukunft sein werden? Keineswegs! Es heißt ja nicht: „Wir wissen noch nicht, was wir sein werden“, sondern: „Es ist noch nicht offenbar geworden“! Unser Vers und manche andere Stelle geben uns klare Auskunft darüber, was wir sein werden, aber die Welt weiß es noch nicht. Die Aussagen der Bibel darüber kennt und versteht sie nicht, und Gott hat es auch noch nicht öffentlich sichtbar gemacht. Doch die Zeit wird kommen, dass es offenbar werden wird, nämlich „bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her … wenn er kommt, um an jenem Tag verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert zu werden in allen denen, die geglaubt haben“ (2. Thes 1,7.10). „Wenn Christus, unser Leben, offenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbart werden in Herrlichkeit“ (Kol 3,4).

Wir wissen, dass wir ihm gleich sein werden. Heute sind wir ihm noch nicht gleich. Zwar haben wir sein Leben in uns, und je mehr wir ihn anschauen, umso ähnlicher werden wir ihm in seiner moralischen Herrlichkeit (2. Kor 3,18). Aber um ihm gleich zu sein, muss erst noch unser Körper umgestaltet werden zur Gleichförmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit“ (Phil 3,21). Diese Umgestaltung geschieht bei der Entrückung (1. Kor 15,51.52).

Dass wir ihm nicht erst bei seiner Offenbarung auf der Erde gleich sein werden, macht unser Vers ebenfalls deutlich. Denn die herrliche Begründung für unser Gleichsein mit ihm ist, dass wir ihn sehen werden, wie er ist. Wir müssen ihm gleich sein, um ihn sehen zu können, wie er ist. Sobald wir bei ihm sind, werden wir seine Herrlichkeit vollkommen erkennen (Joh 17,24). Heute ist unser Erkennen stückweise und undeutlich, dann aber „von Angesicht zu Angesicht“ (1. Kor 13,12).

Wir wissen also, was wir sein werden, aber die Welt wird es erst erkennen, wenn wir mit ihm zusammen hier auf der Erde erscheinen werden: Wir werden das Bild des Himmlischen tragen, wir werden seine Herrlichkeit haben, wir werden ihm gleich sein!


Fußnoten:

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Marco Leßmann